Mein ganz persönliches Fitnessjahr – Ziele, Erfolge und Unerwartetes!

Hi Leute,
ich möchte in diesem Beitrag mal etwas Neues versuchen, indem ich eine Spur persönlicher werde 🙂
Falls es euch nicht gefällt, dann haut es mir ruhig in den Kommentaren hier oder auf Facebook um die Ohren – habe da eine dicke Haut 🙂
Ihr könnt mir aber auch schreiben, falls es euch gefällt und ihr mehr Einblicke möchtet – was mir sogar noch lieber wäre, wenn ich so darüber nachdenke 🙂

Seit Mai dieses Jahres habe ich über 30 Artikel geschrieben (die meisten davon sind bereits online) und dabei immer versucht diese hauptsächlich „fachlich“ zu gestalten, um den Leser einen Mehrwert zu geben. Für mich ist es immer das tollste Gefühl, wenn ich Menschen auf ihrer Reise (egal ob Fitness oder Business) ein Stückchen weiterhelfen kann. Auch wenn ein Blog vom Prinzip her wie ein online Tagebuch funktioniert, versuche ich die Selbstdarstellung so weit wie möglich zurück zunehmen, sodass neben der Unterhaltung auch praktisches Wissen vermittelt wird. Wobei mir die eigenen Erfahrungen schon sehr wichtig sind – darauf basiert InGreatShape im Wesentlichen ja – denn über die Theorie kann schließlich jeder quatschen.

Andi Heiss Heute schreibe ich mir aber einmal einfach alles ganz locker von der Leber und berichte euch wie mein Jahr soweit verlaufen ist – bezogen auf mich selbst und meinen Fitnesslifestyle! Die berufliche Karriere, meine Hobbys und andere Flausen, die in meinem Kopf herum schwirren sparen wir uns für einen späteren Zeitpunkt auf 🙂

Warum das Jahr 2016 jetzt schon Revue passieren lassen?

Weil ich, wie immer, unbedingt der Erste sein will! Eeeeh – nur ein Scherzchen! 🙂
Für mich ist das Jahr jetzt mit Ende September im Kopf schon gelaufen. Ich weiß, bezogen auf meine Fitness, ganz genau wie es enden wird (werde mit einer tollen Form in die Weihnachtskekssaison starten:-)) und bin gedanklich schon am planen für 2017. Ja – ich bin so ein Typ der gerne vorausplant. Ich mag es Pläne, Konzepte und Routinen zu erstellen, um mich danach zu erfreuen, dass es geklappt hat – oder ich es wenigstens probiert habe. Für die Spontanen unter euch klingt das jetzt vielleicht langweilig, aber ich mag das so.

Ich setze mich jedes Jahr im Dezember immer brav hin und formuliere meine Ziele für das kommende Jahr. Ich mache das äußerst gerne, nehme mir viel Zeit und ich gehe dabei sogar nach den SMART-Kriterien vor – schön laut Lehrbuch. Schriftlich festgehaltene Ziele, welche auch noch exakt definiert sind, haben für mich etwas „magisches“. Es funktioniert wie ein Vertrag mit mir selbst. Magisch klingt in deinen Ohren vielleicht übertrieben oder „cheesig“ – aber es beschreibt den Vorgang, welchen die Zielsetzung für mich auslöst sehr gut.

Wenn ich ein Ziel schriftlich festhalte – dann erreiche ich es auch! – meistens!

Das klappt zu 95%! Und bei den 5% die ich nicht schaffe, bin ich wenigstens weiter als vorher ohne Zielsetzung. Die letzten 6–7 Jahre haben mir gezeigt, je besser ich mit der Definition meiner Ziele werde, umso mehr erreiche ich davon auch. Das muss nicht immer etwas Weltbewegendes sein, aber immer ein Schritt nach vorne – egal wie groß er ist.

Ich setze mir Ziele für alle wichtigen Bereiche in meinem Leben:

  • Berufliche Karriere
  • Finanzen
  • Beziehungen
  • Weiterentwicklung (neues Wissen, neue Erfahrungen,…)
  • und natürlich Fitness und Gesundheit

Für jeden Bereich sind das dann ca. 5 Ziele – macht insgesamt ca. 25 Ziele – denen ich das ganze Jahr über nachjage. Nicht alle Ziele sind groß oder lebensverändernd – aber ich versuche stets mich selbst herauszufordern und jedes Jahr besser zu werden.

Mein Motto für ein glückliches Leben lautet: „Nur wer sich stetig weiterentwickelt und sich Herausforderungen stellt, ist glücklich und zufrieden!“

Daher ist Stillstand für mich keine Option! Ich muss nicht reich werden oder immer Auszeichnungen gewinnen – aber ich werde nächstes Jahr besser sein als dieses Jahr! Das ist mir sehr wichtig – neben der Tatsache, dass ich meinen positiven Fußabdruck hinterlassen möchte! Mich befriedigt der Fortschritt viel mehr als das Ziel an sich – ich liebe die Arbeit an mir selbst – und wenn ich dabei ein paar Leute mitnehmen kann, umso besser!

Andi Heiss mit 96 kg

Im Dezember 2015 – noch mit 96kg

Im Dezember 2015 schrieb ich in mein Notizbuch, dass mein Fitness-Ziel für 2016 ein Maximalgewicht von 88kg (ab Mai 2016) und eine ganzjährige „Sixpack-Form“ sein wird. Daneben habe ich noch weitere Ziele für meine Fitness und meine Gesundheit im Allgemeinen definiert – aber das war das aufwändigste Ziel.
Ich wollte ein wenig weg vom massigen Bodybuilding-Look und mehr hin zu einer schlankeren Fitnessmodel-Version. Keine Ahnung woher diese Eingebung kommt, aber mir gefallen mit zunehmendem Alter immer mehr die schlankeren, aber dafür mehr austrainierten Körper. Nebenbei möchte ich Sakkos kaufen können, ohne anschließend einen Schneider engagieren zu müssen 🙂

Die 88kg Körpergewicht zu erreichen und konstant zu halten ist für meine Muskelmasse schon eine Herausforderung. Vor ein paar Jahren waren 105kg noch Standard für mich, in den letzten Jahren konnte ich mein Gewicht bei 96kg einpendeln und war damit schon ganz gut in Form – also keinesfalls übergewichtig.

Nach der Weihnachtszeit hat meine verschärfte Diät also begonnen – genaugenommen am 28.12.2015. Da mein Körperfettanteil nicht übermäßig hoch war und ich schon seit Jahren sehr genau auf meine Ernährung achte, musste ich diese Diät an eine leicht entschärfte Version einer Wettkampfvorbereitung anlehnen, um auf mein Wunschgewicht zu kommen. Und wer so eine Diät schon einmal gemacht hat, der weiß, dass das nicht immer ganz leicht ist.

Ich habe schon sehr viele Diäten gemacht und kenne so gut wie alle Facetten. Eine Diät kann gut verlaufen und man fühlt sich wirklich toll dabei. Eine Diät – wenn man es übertreibt – kann aber zum blanken Horror werden. Ich kann mich noch sehr gut an viele schlaflose Nächte während einer ketogenen Diät erinnern. Ich war also mental vorbereitet, dass es nicht einfach sein würde.

Zu meiner positiven Überraschung war es dann aber doch fast ein reiner Spaziergang. Im April stand ich mit 85kg da und hatte mein Ziel um 3kg übertroffen. 11kg seit Weihnachten abgenommen!! Die Form war super und die Laune gut – so wie es ein sollte. Durch meine Erfahrungen in der Vergangenheit wusste ich schon vorher, dass ich es schaffen würde. Ich wusste auch, dass ich die Diät gut in meinen Alltag integrieren kann. Aber, dass es dann so glatt läuft – hätte ich mir am Beginn noch nicht gedacht 🙂

Klar – ich musste mich schon reinknien. Sauber essen, nur sehr wenige Ausrutscher waren erlaubt, vorkochen, Essen mit auf Dienstreisen nehmen, usw. Aber das gehört dazu, wenn man näher an sein Limit gehen will. Für mich ist das auch keine Entbehrung – ich mach das wirklich gerne! Für Außenstehende sieht es natürlich seltsam aus, wenn ich eine Einladung zum Essen ausschlage und lieber meinen kalten Thunfischreis auspacke – aber so bin ich halt und diejenigen, die mich kennen respektieren das.

Andi Heiss mit 85kg

Im April 2016 – das Ziel war mit zarten 85kg übertroffen

Das erste Ziel – die 88kg zu erreichen – war im April also geschafft. Der zweite Teil ist aber die wirkliche Herausforderung – die Form und das Gewicht das ganze Jahr zu halten.

In der Vergangenheit war das öfters mein Problem. Ich konnte eine Diät diszipliniert durchziehen, die Form hat dann aber nur für eine kurze Zeit gehalten. Das kennen sicher auch viele von euch. Für eine gewisse Zeit, kann man sich gut zusammen reißen – aber nach der Zielerreichung ist es schwer die Konsequenz aufrecht zu erhalten.

Aber auch mit Ziel Nummer zwei habe ich kein Problem mehr. Bin seit April in einer für mich sehr guten Form und werde diese auch das restliche Jahr (und darüber hinaus) beibehalten. Die neue – mehr kalorienreduzierte Ernährung – ist über die Monate zur neuen Gewohnheit geworden, die ich beibehalten werde. Neben der optischen Sache, bin ich der festen Überzeugung, dass weniger Essen einfach gesünder ist. Für mich eine klassische Win-Win-Situation.

Während ich von der Ernährungsseite nur Positives berichten kann, gibt es auch eine Schattenseite. Wobei „Schattenseite“ vielleicht ein zu heftiges Wort ist.

Durch das geringe Körpergewicht und den niedrigen Fettanteil, hat die Trainingsleistung gelitten. Ich habe meine Trainingsroutine wie gewohnt konstant durchgezogen, jedoch komme ich nicht mehr an meine Kraftleistungen von früher heran. Für mich waren zum Beispiel 140kg Bankdrücken nie ein großes Thema – aufwärmen mit 100kg ganz normal. Jetzt sind diese 100kg schon mein Arbeitsgewicht 🙂 Aber das knabbert nicht an meinem Ego! Ich trainiere immer noch mit Vollgas und am Limit, nur verwende ich dabei leichtere Gewichte. Hier muss man einfach vernünftig sein und nichts mit der Brechstange versuchen. Wer seinen Körperfettanteil signifikant senkt und leichter wird, muss mit Krafteinbußen rechnen. So ist das halt!

Zusammengefasst haben mir die konkrete Zielsetzung, meine positive Einstellung, die Transformation und die neue Ernährungsform, welche zur täglichen Routine (Gewohnheit) wurde, geholfen, ein neues Fitness-Level zu erreichen.

Natürlich motiviert mich auch unser Blog, den wir im Mai gestartet haben zusätzlich. Über Fitnessthemen zu schreiben und über persönliche Erfahrungen berichten zu können, hat zusätzlichen Drive reingebracht. Der Austausch mit Menschen, die ich vorher nicht kannte und das teils großartige Feedback. welches ich erhalte, bereichert mein Hobby bzw. meinen Lifestyle ungemein. SO MACHT ES RICHTIG SPAß!

Man kann also sagen, es läuft bei mir 🙂

Andi-Heiss - MuskelaufbauUnd wie geht es weiter?

Mit neuen Wünschen, Träumen und Zielen natürlich 🙂

Ich werde weiterhin leidenschaftlich trainieren, auf meine Ernährung achten und versuchen meine Form noch ein wenig zu verbessern. Mir wird auch immer wichtiger verletzungsfrei zu bleiben.  Keine Extreme mehr, sondern den goldenen Mittelweg zu gehen. Immer ein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag!

Schließlich möchte ich auch mit 50, 60 und 70 mit vollem Elan durchs Gym turnen 🙂

Andi

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