Wie du garantiert UND gesund deinen Traumkörper bekommst! Das Spiel mit der Erwartung und der Geduld!

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Der eigene Traumkörper, die Erwartung und die Geduld!

Niemand hat Geduld! Auch ich nicht! Jedenfalls nicht, wenn es darum geht meine leidenschaftlichsten Ziele zu erreichen. Jeder möchte seinen Traumkörper am besten gleich morgen in der Früh geliefert bekommen.

Ungeduld im vernünftigen Rahmen ist auch nichts Schlechtes, denn sie hilft uns in Schwung zu kommen, Dinge anzupacken und letztendlich auch die Motivation aufrecht zu erhalten.

Als ich ganz naiv und noch unschuldig mit zarten 15 Jahren durchs Gym geturnt bin, war meine Vorstellung, dass ich in 2, 3 oder von mir aus 4 Jahren wie Arnold zu seinen besten Zeiten aussehen werde. Das war damals wirklich meine Erwartungshaltung. Und das hat mich angetrieben wie ein (damals noch sehr schmächtiger) Berserker zu trainieren.

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Ich weiß nicht, ob ich mit der gleichen Leidenschaft ans Eisen gegangen wäre, wenn mir eine Glaskugel-Hexe meine Zukunft vorausgesagt hätte. Eine Zukunft in der ich in 15 Jahren zwar sehr gut in Form sein würde, aber nicht einmal annähernd eine Mr. Olympia Statur vorzuzeigen hätte.

Ich behaupte – ohne es genau zu wissen – dass mich meine überzogenen Erwartungen und meine Ungeduld damals mehr motiviert haben, als es die Realität getan hätte. Wobei ich persönlich so viel Eisen im Blut habe, dass ich trotzdem durchgebissen hätte – da kenn ich mich doch zu gut! Aber du verstehst was ich meine.

Vernünftige Erwartungen an sich selbst!

In dieser Zeit war mein Horizont aber auf JAHRE festgelegt. Meine Erwartung war, dass es Jahre dauern würde, um mein Ziel zu erreichen – das ist hier der entscheidende Punkt. Auch bei aller Naivität und bei aller Unwissenheit, habe ich mich immer auf ein Interview mit Arnold bezogen, in dem er seinen fünfjährigen Weg an die Bodybuilding-Spitze beschrieb.

Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Punkt!

Ich hatte damals nur Arnold als Bodybuilding-Vorbild  - und seine Bücher. Es war einfach extrem mühsam an vernünftige Informationen zu kommen.

Heute ist alles viel besser, denn wir haben das Internet und damit so gut wie unendlich viele Möglichkeiten uns die nötigen Informationen raus zu filtern. Jetzt haben wir zwar das Problem des Überangebotes und es kann schwer bzw. verwirrend sein, die guten von den schlechten Informationen zu trennen, aber wir haben Optionen – und das ist eine tolle Sache.

ABER!

Aber es gibt leider auch Dinge im Netz bei denen ich k***** könnte. Und dazu gehört das wissentliche Verkaufen von falschen Erwartungen.
Speziell spreche ich von geldgeilen, gescheiterten Fernsehexistenzen, die mit ihrem Halbwissen, ihren vermeintlichen Kunden dämlich grinsend falsche Versprechungen machen, die  in etwa lauten wie:  „Ich mach dich mit meinem Standard-Programm-Schrott ganz easy krass sexy - in 4,8 Wochen!“

Ist jetzt überspitzt, aber viel fehlt da nicht mehr.

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Falsche Versprechungen sind nicht in Ordnung!

Ich habe nichts gegen 8, 10 oder 12 Wochenprogramme. Wenn diese von kompetenten Leuten entworfen werden und der Support stimmt, dann ist das OK für mich. Ist ja ein guter Service für alle, die sich nicht in das Thema Training/Ernährung einlesen wollen. Auch glaube ich, dass es bei manchen Leuten ein guter Kickstarter in den Fitnesslifestyle sein kann.

Womit ich aber nicht klar komme, sind die falschen Versprechungen untermauert mit verlogenen Transformationsbildern.
Glaubst du wirklich in 10 Wochen (das sind zweieinhalb Monate!!!) einen tollen Körper aufbauen zu können?

In 10 Wochen kann man sich ganz gut „transformieren“, wenn man eine Diät startet und schon eine gute Basis an Muskelmasse hat. Die Betonung liegt auf „MUSKELMASSE HAT“. Denn das ist der wirkliche Zeitfresser. Eine Diät, um wirklich geil in Form zu kommen, ist zwar hart und teils echt kein Spaß, aber es ist immer der kürzeste Teil, wenn es um den Traumkörper geht. 98% von der Zeit verbringst du mit dem stetigen Kampf Muskelmasse aufzubauen.

Und nun soll mir einer erklären, wie das in 10 Wochen gehen soll?
6 Wochen Aufbau und 4 Wochen Diät???

6 Wochen Muskelaufbau sind gar nichts! Da muss man schon realistisch sein! Auch 10 Wochen sind da nichts! Würde alles in ein paar Wochen möglich sein, dann könnten wir uns vor lauter großartigen Körpern gar nicht mehr retten.

Zitat eines Programmanbieters: „zwischen Traum und Ziel liegen 8 Wochen – ich mach dich krass… blablabla“ACH HALT DIE FRESSE!

Eine Faustregel sagt, dass man als Mann im ersten Trainingsjahr, wenn es halbwegs gut läuft, 7 bis 10 kg an reinen Muskeln zunehmen kann. Und 10 kg sind echt schon viel. In den Folgejahren sind es eher 3 bis 5 kg und als weit Fortgeschrittener dankst du Gott oder dem Universum schon für 2 kg!

DAS IST DIE REALITÄT!

Und jetzt sollen mir diese Tanzbären und Pseudo-Experten bitte erklären, was 6 Wochen Aufbautraining bei einem 60 kg-Strichmännchen bringen sollen! Nach 6 Wochen wiegt er dann 62 kg und wird auf eine Diät geschickt? Was will man bei 62 kg definieren? DA IST NICHTS DA ZUM DEFINIEREN!

Stell hohe Ansprüche an dich - setze dich aber nicht unter Druck!

Mich freut es, wenn Leute zum Sport finden und wenn diese Fitness-Programme dazu beitragen, dann ist das eine tolle Sache. Aber die Versprechen sollten in einem vernünftigen Rahmen sein und nicht pure Marketinglügen.

Denn beim Körper können überzogene Erwartungen in psychischen Zwängen und Verletzungen enden – schneller als man denkt.

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Wie man es richtig angeht?

Ich will dich jetzt nicht vollsülzen und mit Floskeln über die Notwendigkeit von Geduld langweilen. Behalte dir nur deine Ungeduld und deine überzogenen Erwartungen. Nutze sie aber zu deinem Vorteil. Nutze sie, um dich zu motivieren und nicht um dich verrückt zu machen.

Ein guter Anfang ist bei deiner Fitness-Reise nicht in Wochen zu denken. Denke stattdessen in Monaten und weiter in Jahren, aber lass dich dadurch nicht abschrecken, wenn es darum geht, größere Teilziele zu erreichen. In sechs Wochen wirst du nicht die „krassen“ Zuwächse erzielen, aber in 6 Monaten kannst du durchaus tolle Fortschritte machen.

Ich spreche hier von sichtbaren Erfolgen. Die ganzen Mini-Erfolge (stetig stärker werden, mehr Energie, bessere Übungsausführung, mehr Selbstvertrauen, mehr Disziplin,…) fährst du von Tag zu Tag, von Woche zu Woche ein. Und diese vielen Mini-Erfolge führen dann schlussendlich in ein paar Monaten zu den hart erwarteten sichtbaren Erfolgen.

Bei einer Diät, wenn es um den Feinschliff geht, kannst du wieder in den Wochen-Modus schalten!

Denke in Monaten und nie in Wochen, wenn es um sichtbare Erfolge beim Muskelaufbau geht!

Abkürzungen führen nicht zum Traumkörper!

Erfolge, die erschwindelt oder mit gefährlichen Methoden erkauft werden, halten auch nicht lange an bzw. können dir in diesem Fall sogar gesundheitlich schaden.

Wer meint in 10 Wochen alles zerreißen zu müssen, greift automatisch zu extremen Methoden beim Training (mit Gewalt Intensitätstechniken durchdrücken – Übertraining und Verletzungen) und bei der Ernährung (Fressorgien oder Crashdiäten). Neben den körperlichen Schäden spielt hier die Psyche natürlich eine große Rolle. Wer meint, alles geben zu müssen, jedes Mal 150 % und dann trotzdem nicht das gewünschte Resultat heraus bekommt, kann sich schon in Frust oder Zwänge und damit weitere Qualen hinein steigern.

Garantiert und gesund wirst du nur an dein Ziel kommen, wenn du die richtigen Methoden anwendest. Das Training darf nicht leicht sein, aber auch nicht so schwer, dass es dich zerstört. Muskelaufbau und/oder Körperfettreduktion werden immer eine Gradwanderung bleiben. Nur wenn du konstant hart, aber vernünftig trainierst und dich gut ernährst (ohne Überfressen für den Aufbau oder hungern für die Diät), wirst du erfolgreich sein. Nur so wirst du deine Ziele erreichen und dabei auch Spaß haben. Das braucht seine Zeit! 

Abkürzungen haben noch nie zu einem Traumkörper geführt! Jedenfalls nicht ohne böse Folgen!

Setz dich nicht unter Druck in wenigen Wochen alles erreichen zu müssen – das macht niemand so. Alle Athleten oder Fitness-Models, die dir gefallen und vielleicht sogar als dein Vorbild dienen, haben Jahre dafür gearbeitet. Niemand ist nach einem „10 Wochen volle sexy krass Programm“ auf die Bühne oder vor eine Kamera gehüpft. Wie gesagt, wenn es so einfach wäre, dann hätten alle einen geilen Body! Ist aber nicht so!

Andi

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2 Kommentare

  1. Super text .. ich selbst trai­nie­re jetzt 1.5 jah­re bin auch im insta­gram unter b.e.n.k.o out­break fit­ness drin .. und ich kämp­fe tag für tag mit mir , man steht vor dem spie­gel und denlt sich da geht ein­facj nichts vor­wärts , vor­al­lem bin ich bein­der ernäh­rung mal so mal so .. ich esse ein­facj ger­ne und habe echt ein pro­blem damit , auf der ande­ren sei­te habe ich mit 68kg ange­fan­gen und bin zur­zeit bei 83 kg .. klar es sieht alles noch nicht wirk­lich super aus wie auf den gan­zen bil­dern im netz wo man auch oft denkt , scheis­se das schaf­fe ich nie­mals … aber denkt dar­an trotz allem sind 70 % der bil­der noch bear­bei­tet und oft­mals sieht man die leu­te live und erkennt sie nicht mal , weil man was ande­res erwar­tet … fakt ist man soll­te sein ding durch­zie­hen und nicht auf ande­re schau­en …

    • Hi Ben­ko!

      Dan­ke! Und ja – manch­mal meint man wirk­lich, dass man nicht vor­an­kommt. Aber das ist egal – wenn man immer hart an sich arbei­tet, kom­men die Fort­schrit­te auch! Bei mir hat es gefühlt auch ewig gedau­ert, bis eine für mich sel­ber gute Form erreicht hat­te.
      Und wie du gesagt hast – immer nur mit sich sel­ber ver­glei­chen – nie mit ande­ren!

      Wünsch dir wei­ter­hin viel Erfolg und Spaß beim Trai­ning!

      Andi

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