Der Sinn des Lebens – und was Fitness damit zu tun hat! Teil 1

Hier sehen Sie Andreas Heiss

Der Sinn des Lebens oder die Findung des Lebenssinns!

Ein wirklich heftiges Thema und sicher nicht allumfassend in einem kompakten Blogartikel zu behandeln. Ich gehe das Thema trotzdem an, da ich einfach die Lust verspüre, darüber zu schreiben und mich darüber auszutauschen.

Vorab möchte ich aber gleich ganz deutlich festhalten, dass dies meine persönliche Sicht der Dinge ist. Über Sinnfragen gibt es wahrscheinlich unzählige Sichtweisen und Meinungen. Wie es so schön heißt, gibt es keine absoluten Wahrheiten, sondern nur seine eigene und meine möchte ich mit dir diskutieren.

Also nicht wundern, wenn mein Ansatz sich von deinem unterscheidet – lass uns dann einfach unsere Denkweise friedlich austauschen.

Ich bin hier nur vorsichtig, da mir vor ein paar Monaten schon mein „Frühstücksartikel“ um die Ohren geflogen ist – und da hab ich nur den Ansatz empfohlen, das Frühstück mal zu streichen. Ich kann mir also gut vorstellen, dass mein semiprofessioneller Lebenssinn-Artikel einiges mehr an Kritik-Potential beherbergt.

Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es sowas wie den einen Lebenssinn?

Der Sinn des Lebens mag zwar immer individuell und für jeden einzigartig sein, aber runtergebrochen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geht es immer darum, gewisse positive Emotionen zu erzeugen. Es geht also nicht um die Karriere an sich oder das große Haus, die tolle Familie, den geilen Körper oder die Reisen um die Welt – es geht um die Emotionen, die diese Dinge oder Aktivitäten bei uns auslösen.

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Der Sinn des Lebens wird uns auch nicht extern vorgegeben. Niemand wird dir sagen, dass genau dies und das dein Lebenssinn ist. Viele Menschen brauchen auch gar keinen Lebenssinn oder suchen gar nicht danach. Einige wenige kommen sogar gut mit dem Gedanken klar, dass das Leben an sich gar keinen höheren Sinn hat.

Wie dem auch sei – für die meisten unter uns macht das Leben mehr Spaß, wenn wir unserem Dasein einen Sinn und Zweck geben. Was wiederum bedeutet, dass wir uns selbst darum kümmern müssen, diesen zu finden.

Wichtige Faktoren um den Lebenssinn zu definieren!

Ich schließe mich da der gängigen Glücksforschung an und sage, dass folgende Zustände den Sinn des Lebens definieren:
 – Glücklich sein
 – Seelenfrieden (peace of mind)
 – Persönliche Erfüllung

Glücklich sein: ich denke das bedarf keiner großen Erklärung und ist für sich alleine schon ein erstrebenswerter Lebenssinn. Einfach happy sein – auch wenn man nicht alles hat oder sich kaufen kann. Ein vollständiger Mensch mit hohem Selbstwertgefühl braucht nicht viel, um glücklich zu sein.

Seelenfrieden (peace of mind): oder auch „innerer Frieden“ oder „innere Ruhe“ genannt. Damit ist ein Zustand ohne negative Gefühle, wie Neid, Hass oder Angst gemeint. Denn gerade unsere Ängste blockieren uns in unserer Entwicklung und sind obendrein oft nur eingebildet. Dabei geht es darum, alle offenen Themen bzw. seelische/emotionale Wunden zu heilen und sich vom inneren Kritiker zu befreien.

Persönliche Erfüllung: hier geht es darum, unsere Leidenschaften ausleben zu können und als Mensch zu wachsen. Die Glücksforschung geht davon aus, dass unser Glücksgefühl verstärkt wird, wenn wir Fortschritte wahrnehmen.
Wenn wir also merken, dass wir uns geistig oder körperlich weiterentwickeln, nehmen wir das als sehr befriedigend war. Was mir daran so gut gefällt ist, dass wir es immer selbst in der Hand haben, an uns zu arbeiten. Egal wie unsere äußeren Umstände aussehen mögen, nichts und niemand kann uns daran hindern, persönliche Fortschritte zu erzielen.

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Wie gesagt – du magst das vielleicht anders sehen, aber lassen wir das nun mal so stehen.

Was können wir aber aktiv tun, um unserem Lebenssinn zu dienen?

Auch hier gibt es sicher zahlreiche Ansätze, Theorien und Konzepte. Ich möchte aber keine hochtrabenden Thesen aufstellen, sondern praxisorientierte Tipps geben, die meiner Meinung nach wirklich weiterhelfen und auch umsetzbar sind. Große Träume zu haben, ist wirklich toll – die habe ich auch – aber anstatt den Mut zu verlieren, weil man vor einem riesig großen Berg steht, möchte ich über kleinere Schritte sprechen, die langfristig einen großen Sprung nach vorne ergeben.

Hier sind meine 5 Säulen des Lebenssinns, an denen du aktiv arbeiten kannst!

Säule #1: finde einen guten und sinnstiftenden Job

Motivationscoachs brüllen an dieser Stelle Dinge wie, „erfülle dir deinen Traumjob“, „wenn du nur das machst, was dir Spaß macht, dann musst du nie wieder arbeiten“, „mach deine Leidenschaft zum Beruf“, usw… Sicher toll, wenn man das schafft und vielleicht sollte man das auch langfristig anstreben.

Ich sehe das nicht so eng und glaube, dass eine Arbeit bereits ausreicht, um unser Glücksgefühl zu unterstützen, wenn wir morgens gerne hingehen und uns dort persönlich einbringen können. Mit Dingen, die wir rein aus Leidenschaft gerne tun, lässt sich leider nicht immer genug Geld verdienen.
Ich würde dann wahrscheinlich wie ein aufgeblasener Pfau mit roter Schwimmhose am Strand von Malibu rumstolzieren und bei Bedarf hübsche Mädls aus dem Wasser ziehen. Würde mir echt gefallen – nur wer würde mich dafür vernünftig bezahlen?

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Allerdings darf der Job dir auch nie das Gefühl von Sinnlosigkeit geben. Du verbringst doch ein gutes Drittel deines wachen Lebens in der Arbeit, um Dienstleistung gegen Bezahlung zu tauschen – und auch diese Zeit darf nicht verschwendet werden.

Es muss nicht der absolute Traumjob sein – aber es darf dich auch nicht frustrieren. Hier einen guten Mittelweg zu finden, ist keine unmögliche Mission.

Du hast auch jederzeit die Möglichkeit deinen aktuellen Arbeitsplatz besser zu gestalten. Sei es nur durch eine positivere Einstellung, mit der du dein Umfeld beeinflussen kannst oder indem du dich durch das Annehmen von Projekten mehr einbringst. 

Unterm Strich brauchst du eine Tätigkeit, die dir halbwegs Spaß macht und bei der du erkennst, dass du mit deinem Input einen Unterschied machst. Auch solltest du als Angestellter Unternehmen meiden, die Mitarbeiter oder Kunden über den Tisch ziehen. Denn allgemein machen uns Tätigkeiten glücklich, die Positives bewirken. Lass dich nur nicht durch deine Tätigkeit frustrieren – ab diesem Zeitpunkt ist ein Wechsel in ein anderes Unternehmen anzuraten.

Säule #2: arbeite stetig an dir und wachse (personell development)

Das ist jener Punkt, der mir zum Beispiel am meisten Spaß macht, da ich dabei alle Fäden in der Hand halte.

Stagnation wird von uns als etwas Negatives wahrgenommen. Im Umkehrschluss macht es uns glücklich, wenn wir vorwärts kommen. Daher ist es ein großer Glücksfaktor sich als Mensch stetig weiterzuentwickeln.
Damit ist nicht die Karriere, Geld, Macht oder Ähnliches gemeint, sondern rein die persönliche Entwicklung. Das genannte kann damit einhergehen, ist aber nie der primäre Beweggrund.

Konkret heißt das, entdecke Neues, arbeite an deinem Selbstwertgefühl, eliminiere alte Themen, die dich zurück halten und lerne auch Dinge einfach loszulassen.
Sich selbst zu erkennen oder sich seinen ursprünglichsten Emotionen zu stellen, kann verdammt hart sein. Aber nur wenn man die ganzen, über die Jahre aufgebauten Schichten (zum Beispiel Glaubenssätze oder Verhaltensregeln, die wir von Eltern/Lehrern eingetrichtert bekommen haben) entfernt, kann man erkennen, wer man wirklich ist – das ist wirkliche Arbeit und sehr intensiv.

Sich geistig zu entfalten, sich wirklich seiner selbst bewusst zu werden und nach seinen Werten integer zu handeln, ist eine steinige und sehr lange Reise. Aber eben auch eine lohnende (falls nicht sogar die wichtigste Reise überhaupt) und eine, die dich Schritt für Schritt voran bringt.

An dieser Stelle nehme ich auch das Körperliche mit rein. Denn zu einer vollständigen persönlichen Entwicklung, gehört neben dem Geist, auch ein funktionierender Körper. Das lässt sich einfach nicht trennen.

Auch Krafttraining (bzw. Sport im Allgemeinen) trägt dazu bei, dass wir Fortschritte erzielen und diese auch positiv wahrnehmen. Beim Sport ist das Vorankommen sogar noch schneller und einfacher festzustellen, als bei der geistigen Entwicklung. Erstens spürt man die körperliche Belastung und folgend die Entwicklung viel stärker – und zweitens glaube ich, dass auch die Fortschritte bzw. Erfolge rascher hervortreten, als bei der Kopfarbeit.

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Beides ist aber gleich wichtig und keines von beiden sollte vernachlässigt werden. Vielleicht kennst du auch einen Muskelberg, der äußerlich stark und robust aussieht, aber wochenlang heult wie ein Schulmädchen, weil sich die Freundin verabschiedet hat. Nur weil man einen starken Körper hat, ist man noch lange kein starker Mensch. Auf der anderen Seite wird einem studierten Kopf einiges an Spaß verwehrt, wenn selbiger auf einem schwachen oder kranken Körper sitzt.

Beide Baustellen (Geist und Körper) haben auch positive Wechselwirkungen aufeinander, wenn daran gearbeitet wird. Das Training und die Ernährung lernen dir zum Beispiel viel Selbstdisziplin und gute Bücher können dich ungemein motivieren.

2 Tipps:
Regelmäßig Bücher zum Thema „Self-Development“ oder „Persönlichkeitsentwicklung“ lesen und aktiv daran arbeiten bzw. die nötigen Übungen machen. Wer nicht so gern liest, kann ja Audios hören, Videos ansehen oder Seminare besuchen.

Lebenslange Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio abschließen und mind. 3 Mal pro Woche zum Training gehen.

So – weiter geht’s dann nächsten Freitag im zweiten Teil!

Andi

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2 Kommentare

  1. Danke für den interessanten Blog-Artikel. Als weitere Diskussionsgrundlage empfehle ich das Konzept “Sinnquadrat” von P. Jedlicka, das meine Sichtweise des Themas bereichert hat.

    LG Michaela

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