Der Sinn des Lebens – und was Fitness damit zu tun hat! Teil 2

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Weiter geht’s mit der Suche nach dem Sinn des Lebens!

Im ersten Teil des Artikels über den Sinn des Lebens, haben wir über die allgemeine Glücksthese gesprochen und die ersten beiden Säulen erläutert. Im zweiten Teil sprechen wir über die verbleibenden 3 Säulen und ziehen ein kurzes Fazit.

Säule #3: schränke deinen Konsum ein

Mit Konsum ist hier sowohl der Erwerb von Artikeln oder Produkten gemeint, als auch der Konsum von seichter Unterhaltung (Fernsehen, Internet, usw.).

Die Industrie und von mir aus auch der „Staat“ haben kein Interesse daran, dass Menschen glücklich sind. Es ist ein erwiesener Fakt, dass glückliche Menschen weniger konsumieren. Würden jetzt alle Menschen von heute auf morgen solide glücklich werden, würde wahrscheinlich unser gesamtes Wirtschaftssystem zusammenbrechen.
Das können wir hier so stehen lassen – aber das heißt ja nicht, dass gerade du weiter in dieser Affenfalle stecken bleiben musst.

Ein Grund warum unglückliche Menschen mehr konsumieren, liegt an dem Trugschluss mit externen Reizen oder Belohnungen (egal ob jetzt Technikgeräte, neue Handtasche, besseres Auto,…) inneren Mangel kompensieren zu können. Das funktioniert nur sehr kurzfristig und erfordert bald einen neuen „Kick“ (Stichwort: potentielle Kaufsucht).

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Das Gleiche gilt für elektronische Unterhaltung. Hier sollte man besonders darauf achten, WAS man konsumiert bzw. seinem Hirn als Futter gibt. Wenn man sich jeden Tag 8 Stunden mit negativen Nachrichten oder volksverblödenden Sendungen zuballert, darf man sich nicht wundern, wenn sich unser Unterbewusstsein in eine ungünstige Richtung entwickelt.

Mit dem Kopf ist es ähnlich wie mit dem Körper – esse ich gut und gesund, geht es mir besser und ich sehe auch attraktiver aus. Nehme ich gute „Kopfnahrung“ zu mir, bin ich glücklicher und wirke dadurch auch auf meine Mitmenschen wiederum attraktiver. Niemand mag jammernde, negative oder gar toxische Leute.

Wieder 2 Tipps:
Kaufe dir nur Dinge, die du brauchst oder die dir wirklich Spaß machen. Versuche nie durch Shoppen irgendwelche Defizite auszugleichen. Mach dir das vor dem nächsten Kauf in Ruhe bewusst. Sei nicht geizig oder asketisch – versuche nur die Kompensation zu vermeiden.

Schalte den Fernseher ab oder hau ihn aus dem Fenster. Anstatt Dauerberieselung über dich ergehen zu lassen, suche lieber gezielt nach Unterhaltung oder Beiträgen, die dich interessieren bzw. dich sogar weiterbringen können. Ich bin nicht gegen Filme, Videospiele oder Youtube – ich konsumiere selbst genug davon. Aber vermeide wenigstens negative Nachrichten und die dümmsten Sendungen.

Säule #4: lebe im hier und jetzt

Das ist auch ein feiner Ansatz, denn viele von uns leben entweder in der Vergangenheit oder sind gedanklich bereits in der Zukunft.
Der Vergangenheit wird nachgetrauert, weil durch unseren Filter in der Verklärung früher alles besser und einfacher war; und vor der Zukunft haben wir Angst, weil ein gewisses Maß an Ungewissheit vorhanden ist (wieder das Thema mit der unbegründeten Angst).

Auch logisch – die Vergangenheit können wir nicht ändern bzw. sollte uninteressant sein und was die Zukunft bringt, können wir nicht sagen. Bei der vermeintlichen Prognose unserer Zukunft, laufen wir eher Gefahr, diese in unserem Kopf viel dunkler auszumalen, als es je sein wird.

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Daher macht es durchaus Sinn, sich BEWUSST auf die Gegenwart zu konzentrieren und JETZT zu leben. Was hält dich davon ab, gerade in diesem Augenblick glücklich zu sein? Warum auf ein bestimmtes Ereignis warten?

Du sollst also nicht jammern und auf „bessere“ Zeiten warten oder dein Glück an eine zukünftige Bedingung knüpfen (wenn ich mal den perfekten Partner gefunden habe, DANN bin ich glücklich), sondern genau JETZT dich und dein Umfeld akzeptieren – und in Folge richtiges Glück verspüren.

Zugegeben – das ist nicht einfach – da wir eben eher dazu neigen mit unseren Gedanken in sämtlichen Zeitabschnitten hin und her zu springen – dennoch ist es definitiv einen Versuch wert, sich bewusst in der Gegenwart zu verankern und die Zeit hier zu genießen.

Trauer, Wehmut, verklärte Nostalgie oder die Furcht vor Veränderung sind keine guten Ratgeber für unser Wohlbefinden oder Glücksgefühl. Sei stattdessen für den Augenblick dankbar und für die Möglichkeiten, die du gerade jetzt hast.

Säule #5: werde ein Vorbild und bereichere das Leben anderer

Dieser Punkt ergibt sich fast automatisch, wenn du nach den Säulen 1–4 lebst. Angenommen du entwickelst dich für andere sichtbar weiter und lebst nach deinen Werten (Ehrlichkeit, Mut, Respekt,…), dann wirst du unweigerlich andere Menschen inspirieren.
Das kann indirekt erfolgen, indem du einfach als eine Art Vorbild agierst und andere orientieren sich daran oder du gehst sogar einen Schritt weiter und versuchst das Leben anderer aktiv zu bereichern.

Sollte dir das gelingen, greift das Prinzip von „sähen und ernten“ oder dem universellen Prinzip, dass man das zurückbekommt, was man vorher gegeben hat. Geben macht glücklich!

Oder ganz simpel:
Wer manipuliert, unfreundlich ist, betrügt, lügt, usw. wird das irgendwann auf irgendeinem Wege auf ähnliche Weise zurückbekommen. Nenne es Karma, die Gerechtigkeit des Universums oder wie auch immer.

Das gleiche gilt für Menschen, die ehrlich, freundlich, hilfsbereit und offen sind. Nichts ist erfüllender, als der Dank eines Menschen, dem man wirklich weiterhelfen konnte. Und dieser Mensch kann dann vielleicht einen weiteren positiv beeinflussen.
Im Idealfall ergibt sich dadurch eine Art von positiver Welle, die von dir gestartet oder weitergetragen wurde. Das ist jetzt sicher ein wenig idealistisch gedacht, aber auch nicht ganz abwegig.

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Aber auch ohne Welle liegt es an dir, erstens dich selbst glücklich zu machen und zweitens dein direktes Umfeld positiv „anzustecken“.

Mein Fazit:
Ich persönlich denke mir immer, am Ende meines Lebens möchte ich sagen können, dass ich etwas von Wert hinterlassen habe – dass ich meine Zeit sinnvoll genutzt habe. Auch wenn nur ein einziger Mensch von mir profitiert hat, war es lohnend.

Du siehst schon, das ist ein sehr komplexes Thema und wir haben hier nur an der Oberfläche gekratzt – falls überhaupt. Alleine über das Thema „Selbstwertgefühl“ sind ganze Bücher notwendig, um es wirklich zu verstehen. Ich möchte auch nicht den Anspruch erheben, mit diesem Artikel irgendwas gelöst zu haben. Ich hoffe nur, dir damit einen Denkanstoß gegeben zu haben. Im Idealfall hast du die Lust gewonnen, gewisse Themen weiter zu reflektieren oder weiter zu forschen.

Du siehst aber auch, dass der Fitness-Teil in diesem Zusammenhang relativ klein ist – Fitness ist nur ein Puzzleteil. Das wollte ich auch darstellen – ein toller Körper ist wichtig – aber bei weitem nicht alles. Du kannst den schärfsten und leistungsfähigsten Körper aller Zeiten haben und trotzdem ein ganz armer Tropf sein. Aber ohne eine gewisse Fitness…

Unterm Strich ist es für deine ganze Lebensreise lohnend an der gesamten Entwicklung deiner Persönlichkeit zu arbeiten und damit direkt oder indirekt deinen Lebenssinn zu entdecken.

Andi

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3 Kommentare

  1. Ich finde es super, wie vielfältig und informativ euer Blog ist und dass ihr auch auf die “großen Fragen” des Lebens eingeht. Sehr schöner Artikel und wie immer knackig beschrieben, danke dafür!

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