Warum gesunder Egoismus für dich und dein Umfeld wichtig ist!

Hier sehen Sie Andreas Heiss

Kann Egoismus überhaupt gesund sein?

Für niemanden klingt es nach einem Kompliment, wenn jemand sagt: „du bist nur egoistisch“ oder „du bist ein Egoist“.
Es ist auch keines! Aber es ist meist auch keine konstruktive Kritik oder ein wertvolles Feedback, was helfen könnte, sich selbst zu reflektieren und anschließend dementsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Nein – oft ist es eine einfache Möglichkeit sein Gegenüber zu manipulieren. Manipulation, in dem versucht wird, dass jemand seine eigenen Interessen – oder noch viel schlimmer seine Werte – für andere oder einen bestimmten Zweck hinten anstellt. Man überträgt also Schuldgefühle, um eigene Interessen durchzusetzen – kein sehr edles Vorgehen!

Die Sache mit dem Egoismus ist ein zweischneidiges Schwert! Er kann sowohl konstruktiv, als auch destruktiv für sich selbst und weitergefasst, für das Umfeld sein.

Egoismus bedeutet im weitesten Sinne, dass man nur an sich denkt. Die persönlichen Anliegen haben immer Vorrang.

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Ein purer Egoismus ist somit auch keine erstrebenswerte Eigenschaft. Schließlich möchten wir – ich spreche einfach mal für die große Masse – einen positiven Fußabdruck in dieser Welt hinterlassen. Wir möchten etwas beitragen, Optimismus verbreiten und Menschen unterstützen. Seinen Beitrag leisten und dafür im Umkehrschluss Dankbarkeit erhalten - das ist nebenbei gesagt eines der großen Kernelemente des „Glücklichsein“. Immer geben, um anschließend was zurückzubekommen – aber stets ohne festen Anspruch.

Wer also seinen nächsten Menschen, dem Umfeld, der Gemeinde oder dem „Universum“ etwas geben oder einfach etwas Positives beitragen möchte, kann schon mal kein reiner Egoist sein. Ich denke auch, dass reine Egoisten vielleicht kurzfristig schneller ihre kleinen Wünschen erfüllen können, aber langfristig dabei versagen an das große Glück zu kommen, da sie nicht bereit sind, in andere Menschen zu „investieren“.

In diesem Sinne – sei kein Egoist! Achte immer darauf zu geben – und sei es nur Optimismus, Freude, ein Lächeln,… Man muss nicht gleich das nächste Weisenhaus eröffnen. Es geht um die vielen tausend kleinen Gesten und Handlungen, die im Gesamten ein Großprojekt ergeben.

Nun kommen wir aber zur zweiten Seite – denn ohne einen gesunden Egoismus geht es auch nicht!

Wir können (müssen) nämlich sehr wohl an uns UND an andere zur selben Zeit denken!

Nur wenn wir uns zuerst um unsere Bedürfnisse kümmern, vermeiden wir persönliche Mängel und können dann erst für andere von Nutzen sein!

Eine gute Analogie ist vielleicht die Anweisung im Falle von Druckverlust in einer Flugzeugkabine. Wenn die Sauerstoffmasken rausfallen, soll man erst sich selbst eine Maske aufsetzen und anschließend seinen Nachbarn behilflich sein. Und nicht umgekehrt. Denn wenn man durch „Selbstaufopferung“ zuerst anderen versucht zu helfen und dabei ohnmächtig wird, ist nicht nur keinem weiteren Menschen geholfen, nein – man ist sogar zu einem weiteren Bedürftigen geworden.

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Im Prinzip kann man sagen, dass es genauso schädlich sein kann, nicht an seine Bedürfnisse zu denken, als nur an seine Bedürfnisse zu denken.

Wir können das sogar weiterspinnen, indem wir die These aufstellen und sagen, dass alle Handlungen egoistisch sind. Denn wenn wir uns selbstlos aufopfern und unsere Bedürfnisse augenscheinlich ganz hinten anstellen, dann tun wir das meist, um jemandem zu gefallen, indem wir nach seinen Vorstellungen handeln. Wir befriedigen also ein pervertiertes Bedürfnis nach Anerkennung.

Dies kann im Extremfall äußerst destruktiv sein, da wir durch die anstauenden Mangelerscheinungen nur mehr bedingt voll handlungsfähig sind.
Aber ich möchte nicht zu philosophisch werden… 🙂

Genau wie beim Training, genau wie bei der Ernährung, gilt es auch hier den goldenen Mittelweg zu finden. Sich in eine vernünftige Zone von „geben“ und „nehmen“ einzufinden und bestmöglich dort zu bleiben.

„Deine erste Pflicht ist es, dich glücklich zu machen“ – Ludwig Feuerbach

Eine einfache Regel, um in die Zone des gesunden Egoismus zu kommen, lautet:
Führe das Leben, das dir gefällt und tue jene Dinge, die dich glücklich machen – ohne andere Menschen dafür manipulieren zu müssen.

Wichtig um die Regel vollständig zu verstehen:
Der Unterschied zwischen beeinflussen und manipulieren liegt darin, dass bei der Manipulation die Vorteile nur bei dem liegen, der manipuliert. Bei einer positiven Beeinflussung gewinnen stets beide Seiten.

Wir sollen aus dem Vollen schöpfen – unser Leben genießen, Spaß haben, das nehmen was uns zusteht und was uns glücklich macht. Aber niemals auf Kosten anderer Menschen. Niemandem schaden und niemanden manipulieren.

Schau also auf dich!

Nimm dir die Zeit, die du für dich brauchst. Egal ob du dich mit einem guten Buch weiterbilden, dich im Gym verausgaben, dein Essen vorkochen oder einfach ein paar Stunden auf der Couch nichts tun willst.
Schaffe für dich eine gute Basis – körperlich, geistig, materiell (finanziell), usw. – und arbeite für dein Glück. Daraus gewinnst du Stärke und Selbstvertrauen, um deinem Umfeld anschließend dann wirklich von großem Wert zu sein.

Erfolgreiche Menschen tun nun mal Dinge, die sie für richtig halten und nicht was Dritte ihnen zu suggerieren versuchen. Und wie schon gesagt und vielleicht noch viel wichtiger - diese Menschen sind glücklicher!

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Einen gesunden Egoismus zu kultivieren oder im weiteren Sinne selbstbestimmt zu leben, ist nicht immer ganz einfach. Vieles hängt auch davon ab, wo man sich im Leben gerade befindet. Aber es schadet an keiner Stelle sich selbst unangenehme Fragen zu stellen.

Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich dann so leben wie jetzt?
Würde ich mir noch einmal diesen Partner suchen?
Würde ich weiter diesen Beruf nachgehen?
Ist dies der Körper, in dem ich mich wohl fühle?
usw…

Wie immer erfordern Entscheidungen, um sein Leben in diese Richtung zu verbessern, Mut. Mut, um die liebgewonnene Komfortzone zu verlassen und neue Pfade zu beschreiten. Und auch wie immer: kein neuer Weg ohne ein gewisses Risiko – jedoch mit der Bemerkung, dass Stillstand oft das größere Risiko beherbergt!

Um noch den Bogen zum Thema Fitness zu schlagen:
Es gibt daher überhaupt keine Ausrede, dass man keine Zeit für Sport hat oder der Partner nicht das nötige Verständnis aufbringt. Wenn du Sport machen willst, damit du dich besser fühlst, dann mach es.

Du hast die Zeit (90 Minuten pro Woche hat wirklich jeder) und du hast das Recht, Zeit in dich zu investieren. Wenn du dann zum Beispiel die ersten Erfolge bei deiner körperlichen Entwicklung erzielt hast, kannst du dein Umfeld inspirieren und motivieren. Aber zuerst kommst du…

Andi

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