Warum schaffst du es nicht deine Ziele zu erreichen? Wie kannst du dich motivieren?

Andreas Heiss

Motivation, um deine Wünsche und Ziele zu erreichen!

Das Thema Motivation ist für uns alle stets präsent. Keiner von uns ist immer motiviert, die Dinge zu tun, die wir wollen, müssen oder sollen. Oder uns fehlt die Motivation, die Reise anzutreten bzw. durchzustehen, um an unser heiß begehrtes Ziel zu kommen. Dir wird es manchmal an Motivation fehlen, genauso wie es mir manchmal fehlt. That's life!

Aber nur auf die Erleuchtung zu warten oder sich zu sagen „wird schon werden – vielleicht ist es einfach nicht die richtige Zeit“ – ist in meinen Augen auch eine faule Ausrede ohne Aussicht auf Erfolg. Wann ist die richtige Zeit? Perfekt starten gibt es im Real-Life nicht.

Wie gesagt, da geht es jedem ähnlich – zwar in unterschiedlicher Ausprägung – aber wir sind alle keine immer funktionierenden Duracellhasen.

Ich glaube aber auch, dass wir uns selber in den Hintern treten sollen, wenn wir ein gewisses Ziel erreichen wollen oder uns eine Reise lohnend vorkommt. Selbstdisziplin aufbauen kann jeder – genau wie jeder Muskeln aufbauen kann – man muss nur an sich arbeiten.

Andreas Heiss

„If it doesn’t challenge you, it doesn’t change you“ – Fred Devito

Und wenn man ein paar Zusammenhänge versteht, geht alles gleich viel leichter. Lass uns daher zwei Arten von Selbstmotivation anschauen.

Passive Selbstmotivation

Das ist jene Motivation, welche einfach außerhalb unserer Kontrolle liegt – welche einfach plötzlich auftritt.

Man fühlt sich aufgrund von externen Ereignissen (welche man nicht immer genau identifizieren kann) energiegeladen, fokussiert und kann in dieser Phase auch sehr viel erledigen. Der große Nachteil ist, dass diese passive Motivation nicht lange anhält – vielleicht nur ein paar Tage. Zu wenig jedenfalls, um größere Projekte (wie unsere Fitness) zu stemmen.

Das Gefühl der passiven Selbstmotivation kann man weder vorhersagen, noch steuern und schon gar nicht auf Kommando herbeirufen. Sie passiert halt – oder auch nicht!

Viel erfolgsversprechender, als auf eine passive Eingebung zu warten, ist immer aktiv zu handeln. Kontrolle ist das Zauberwort. Wenn wir Glück mit Freiheit gleichsetzen, ist Kontrolle über unser Leben bzw. unsere Gefühlswelt der Schlüssel dazu.

Aktive Selbstmotivation

Hier lohnt es zu investieren!! Das ist jene Motivation, die auftritt, wenn wir aktiv sind – wenn wir anfangen die ersten Schritte zu gehen – wenn wir die ersten Erfolge feiern können. Diese Motivation nimmt Schwung auf, wenn wir handeln – und damit ist diese Art der Motivation unter unserer totalen Kontrolle!

Diesen Zusammenhang solltest du wirklich verstehen – denn er kann ein kompletter Game-Changer sein. Kultiviere ein Action-Taker („I AM AN ACTION TAKER!!!“) zu sein und dir wird es nie an Motivation fehlen.

Sobald du ein Ziel hast – oder auch nur einen Wunsch – dann mach gleich den ersten Schritt, denn das ist der Wichtigste. Beim ersten Schritt scheitern schon die meisten. Wenn du die ersten kleinen Schritte gemacht hast, wirst du erkennen, dass es nicht so schwer ist und jeder kleine abgehakte Punkt wird dich motivieren weiter zu machen.

Anja Egger Fitness

Was auch noch zu verstehen ist, ist jene Tatsache, dass wir immer Dinge gerne machen, die wir gut beherrschen. Wenn du schon voll drinnen bist im Fitnesslifestyle, du stark im Training bist, deine Ernährung im Griff hast und einen tollen Beachbody präsentieren kannst – na dann wird es dir nicht an Motivation fehlen regelmäßig ins Gym zu gehen.

Schwieriger wird es bei den Dingen, die wir gerne hätten oder könnten, aber noch nicht beherrschen. Ich finde meinen Weg immer ins Gym und ich bin auch im Berufsleben motiviert – denn diese beiden Dinge habe ich über die Jahre zu beherrschen gelernt.

Was ich nicht kann, ist Singen und Tanzen. Das Thema Singen stufe ich als hoffnungslos ein, denn dazu braucht man nach meinem Wissen eine Gesangsstimme, die einen in die Wiege gelegt wurde. Das hake ich damit gleich ab. Aber sich halbwegs rhythmisch und nach Mustern zu bewegen, dürfte eigentlich machbar sein – auch für mich.

Nun habe ich des öfteren schon Leute bewundert, die gut tanzen können. Aber selber habe mich jedoch nie aufgerafft es zu lernen, weil meine zarten Versuche grandios gescheitert sind. Ich habe es probiert, aber nach zwei Minuten nur meine Tanzpartnerin und auch mich selber mit meiner Unfähigkeit genervt.

Bäm – totaler Motivationsabsturz!

Hätte ich mich dahinter geklemmt, es ernsthaft versucht zu lernen (wenigstens die Grundschritte bei den gängigen Tänzen), dann wäre ich heute am Tanzparkett höchstwahrscheinlich gesellschaftsfähig. Hier hat mir einfach der entscheidende erste Schritt gefehlt. Und wenn ich heute aufgefordert werden würde (aktiv trau ich mich ja nicht...), dann wäre meine Antwort „tanzen ist nichts für mich“ – obwohl es nur die halbe Wahrheit ist.

Notiz an mich: zusammenreißen - und beim nächsten Tanzkurs einschreiben!

So geht es vielen auch mit ihrer Fitness oder wenn sie abnehmen wollen. Das gleiche Prinzip. Am Anfang wirst du die Übungen lernen müssen – und dabei wirst du nicht gleich cool aussehen.

Am Anfang ist es Arbeit und eine Herausforderung deine Ernährung umzustellen. Du wirst nicht gleich der Gym-Hero und das „mega hot“ Fitness-Chick sein. Erst kommt die „Lernphase“ und dann erntet man den Erfolg. Über diesen Hügel (und der ist nicht sonderlich hoch) musst du mit Selbstdisziplin drüber und dann generiert sich die Selbstmotivation wie von selbst. Es macht Spaß zu wissen, was man zu tun hat und es macht Spaß Fortschritte zu sehen. Und wenn du Spaß bei einer Sache hast, brauchst du auch die Selbstdisziplin nicht mehr als Kickstarter.

Andreas Heiss InGreatShape

Diesen Zusammenhang kannst du für alle deine Lebensbereiche anwenden. Kennst du zum Beispiel das gute Gefühl, wenn in der Arbeit alles klappt und du sogar noch Kollegen mit deinen Fähigkeiten oder Wissen unterstützen kannst?

Es besteht also auch noch Hoffnung für meine Tanzkarriere! 🙂  🙂

Hier sind noch ein paar Tipps, wie du am Anfang deine Selbstdisziplin pushen kannst, um den nötigen Schwung aufzunehmen.

 

Tipp 1: Ziele und Deadlines

Setze dir konkrete Ziele und kombiniere sie mit einer fixen Deadline. Das hilft dir fokussiert zu bleiben und ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen. Damit reduzierst du das Risiko, dass du leicht vom Weg abkommst (Stichwort: Ausreden).

Wie du deine Ziele richtig formulierst, kannst du hier nachlesen!

 

Tipp 2: Belohnungen

Belohne dich selber nach jedem Etappensieg (auch wenn es ein kleiner ist). Du musst dir nicht jedes Mal etwas kaufen – aber klopf dir auf die Schulter, feiere dich selber und tu dir etwas Gutes. Dein Gehirn wird die Belohnung wahrnehmen und mit deiner Reise positiv verknüpfen.

 

Tipp 3: To-Do-Listen

Jetzt bitte nicht die Nase rümpfen. Solche Listen können wirklich helfen. Eine gute To-Do-Liste mit den richtigen Prioritäten bringt Struktur in dein Leben und kann bei größeren Vorhaben unverzichtbar sein. Wer kann sich schon alles merken? Außerdem ist es sehr motivierend, die offenen Punkte auf der Liste nach Erledigung abhaken zu können.

 

Tipp 4: Emotionen

Sei immer positiv und mach die potentiellen Risiken nicht größer als sie sind. Oft tappen wir in die Falle des Grübelns. Nachdenken ist an sich nichts Schlimmes 🙂 Nur sollten wir stets darauf achten, in welche Richtung unsere Gedanken gehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass wir uns unsere Probleme im Kopf selber riesengroß reden.

Daher macht es Sinn, aktiv dagegen zu steuern und unsere Reise mit überwiegenden positiven Gedanken zu begleiten. Also bei der Diät nicht an den Verzicht denken, sondern an das tolle Ergebnis, das uns erwartet. Beim Training nicht an die Anstrengung während der Übungen denken, sondern an das tolle aufgepumpte Gefühl nach dem Training. Beim Tanzen nicht an die „angeborene“ Hüftsteifheit, sondern an die schönen, im Rhythmus fließenden, Bewegungen denken.

Anja Egger InGreatShape

Unsere Gedanken werden zu unserer Realität – das solltest du immer im Hinterkopf behalten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass langfristige Motivation entsteht wenn wir aktiv sind. Es ist keine kluge Strategie auf etwas zu warten. Lieber selber das Ruder in die Hand nehmen, Kontrolle erlangen und damit die Freiheit an den Dingen zu arbeiten, die uns wichtig sind.

Andi

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