Warum ich mir keine Ziele mehr setze – ich es dir aber trotzdem empfehle!

Andreas Heiss Ziele

Hi Leute – ich habe beschlossen mir keine Ziele mehr zu setzen. Keine Liste mehr mit exakt definierten Zielen, denen ich nachjage und versuche laufend abzuhaken. Kein intensives Brainstorming am Jahresanfang und kein Rückblick auf das Erreichte am Jahresende.

Aber warum will ich mir keine Ziele mehr setzen?

Das ist jetzt kein „Aufgeben“ – im Gegenteil – ich habe nach wie vor meine Träume, Wünsche und daraus resultierend Ziele. Nur ich möchte nicht mehr den alten Prozess der „smarten“ Zielsetzung verfolgen, sondern Neues versuchen – die nächste Stufe zünden!

Hier findest du mehr Infos über die SMARTE Zielsetzung!

Die letzten 8 bis 10 Jahre habe ich in stetig steigender Qualität an meinen Zielen nach den SMART-Prinzipien gearbeitet. Also im Prinzip eine Liste mit attraktiven und exakt definierten Zielen erstellt, welche ich dann über das Jahr versucht habe zu erledigen. Versucht ist da wahrscheinlich ein zu schwaches Wort – ich hab das schon teils mit gewaltigen Anstrengungen forciert!

Das hat auch großartig geklappt. Wenn ich zurückblicke, dann liegt meine Erfolgsquote sicher irgendwo bei 90% und einige Ziele wurden weit übertroffen. Diese Methode hat mich stark unterstützt, um vieles zu erreichen und mein ohnehin tolles Leben weiter zu bereichern.
Ich hab mir in diesen Jahren einen zweiten Titel an meinen Namen geheftet, bin das ganze Jahr körperlich stark und fit, hab eine gewisse finanzielle Freiheit erreicht (müsste mehrere Jahre nicht arbeiten) und glaube, dass ich mich mental und als Person positiv entwickelt habe. Das sind nur einige Beispiele, die mir jetzt gerade so einfallen.

Andreas Heiss Fitness Ziele

Und weil es bei mir so gut funktioniert hat, empfehle ich es auch dir. Definiere ruhig mal deine Ziele bzw. mach dir in einer ruhigen Minute überhaupt erst klar, was die wirklich erstrebenswerten Ziele für dich persönlich sind. Glaub mir – solche Übungen zahlen sich aus. Der positive Effekt ist subtil und tritt nicht sofort ein, aber langfristig profitierst du unglaublich davon.

Wenn die smarte Zielsetzung so gut funktioniert, warum damit aufhören?

Weil es Zeit wird für den nächsten Level. Es wird Zeit, die Stützräder abzumontieren und frei zu fahren. Ich glaube, ich bin nun weiter und kann mich auf meine Intuition oder mein Bauchgefühl verlassen. Ich glaube, dass ich durch das jahrelange arbeiten an mir, einen Level tiefer gehen kann – vom Kopf (denken, planen, Listen erstellen,…) rein ins Herz (Emotionen, wahre Berufung,…).

Das heißt jetzt nicht, dass ich mein Hirn ausschalten werde und planlos rumlaufe – nein – aber ich werde mich mehr und mehr auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich werde aktiv versuchen raus zu filtern was mir wirklich wichtig ist und diese Dinge dann mit der daraus resultierenden Leidenschaft verfolgen. Im Prinzip möchte ich dadurch einen „emotionalen Autopiloten“ aktivieren, der mich führt.

Das geht jetzt aber nur, weil ich eben schon lange an mir gearbeitet habe. Ich empfehle jedem, der noch nicht so weit ist (bitte immer ehrlich zu sich selbst sein – auch wenn es manchmal hart ist), mit den definierten Prozessen zu beginnen. Mach die smarte Zielsetzung, die Visualisierung und die Affirmationen – später kannst auch du die Stützräder weglassen.

Das kann man ausgezeichnet mit dem Fitnesstraining vergleichen. Am Anfang brauchst du einen genauen Trainingsplan und die Übungserklärungen dazu. Als Fortgeschrittener sind dann die Übungsbeschreibungen schon nicht mehr notwendig – und als weit Fortgeschrittener brauchst du nicht mal mehr einen festen Plan. Ab einem gewissen Punkt machst du alles intuitiv.

Andreas Heiss

Ich selbst trainiere schon lange nicht mehr nach einem fixen Plan. Ja – ich hab mein Konzept und meine Prinzipien – den Rahmen sozusagen – aber mit Leben fülle ich das Training immer nach Gefühl.
Auch die Ernährung läuft so – ich zähle keine Kalorien oder Makros – ich steuere alles nach Gefühl.

Das geht jetzt aber nur, weil ich eben jahrelang mir Pläne erstellt und die Kalorien gezählt habe. Ohne diese Vorarbeit – ohne diesen Lernprozess, könnte ich das jetzt nicht. Immer kommt erst A und dann B – keiner beginnt als Meister.

Andi

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2 Kommentare

  1. Span­nend! Ich bin immer noch dabei, genau her­aus­zu­fin­den, was ich EIGENTLICH will – ganz hört das ver­mut­lich nie auf. Ich habe erst vor kur­zem ange­fan­gen, mit Zie­len zu arbei­ten und auch ein Erfolgs­team (nach Bar­ba­ra Sher) gegrün­det, bei dem die Mit­glie­der sich gegen­sei­tig bei der Unter­stüt­zung ihrer Zie­le unter­stüt­zen. Ich benei­de jeden, der bereits sei­nen Platz im Leben gefun­den hat. 😉 Aber kommt Zeit, kommt Rat. Manch­mal schei­ne ich ver­ges­sen, dass ich ja noch viel Zeit habe. Aber ich schwei­fe ab. Schö­ner Arti­kel, und dir wei­ter­hin alles Gute natür­lich! 🙂

    • Dan­ke Bet­ti­na!

      Ich glau­be auch, dass die Suche nie auf­hört. Das Leben, die Welt oder du selbst unter­stehst ja einen ste­ti­gen Wan­del. So ändern sich auch Zie­le. Was heu­te für dich viel­leicht noch das Größ­te ist, ist mor­gen unter Umstän­den unter Umstän­den nur noch semi-inter­es­sant.
      Ich glau­be aber auch, dass der Pro­zess (die Suche, das Arbei­ten an sich, die Selbst­re­flek­ti­on,…) an sich wich­ti­ger ist, als das eigent­li­che Ziel. Daher kann man eigent­lich gar nichts “falsch” machen. Falsch wäre eigent­lich nur, nichts zu tun und wie ein blö­des Schaf der Her­de zu fol­gen (ohne eige­ne Ent­schei­dun­gen, ohne Ver­ant­wor­tung).
      Der Rest ergibt sich aus dem Pro­zess…

      Andi

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