Low Carb – warum dies die beste Ernährungsform für mich ist!

Andreas Heiss

Low Carb – das EINZIGE Konzept, das du verstehen musst, um schlank und definiert zu werden!

Ein wenig zu dick aufgetragen? Schauen wir mal…

Die Definition von Low Carb – damit wir wissen, worüber wir hier überhaupt sprechen:
Der Begriff Low Carb bzw. Kohlenhydratminimierung (von englisch carb, Abkürzung für Carbohydrates – Kohlenhydrate) bezeichnet verschiedene Ernährungsformen oder Diäten, bei denen der Anteil der Kohlenhydrate an der täglichen Nahrung reduziert wird. Motivation ist häufig eine erwünschte Gewichtsreduktion (Körperfettreduktion).
Quelle Wikipedia – leicht abgewandelt

Ergänzen möchte ich zu dieser Definition noch, dass die Menge der Kohlenhydrate tatsächlich nicht exakt definiert ist.

Dadurch ergeben sich leider auch viele der Streitgespräche, da sich die Parteien nicht auf die gleichen Ausgangswerte beziehen. Auch wird Low Carb oft mit „No Carb“ – also mit einer ketogenen Diät verwechselt. Manche „Experten“ haben leider schon Probleme das „Low“ (englisch für niedrig) richtig zu übersetzen und machen aus niedrig (oder wenig) der Einfachheit halber gleich eine „Null“.

Anja Egger und Andreas Heiss InGreatShape

Anja Egger und Andreas Heiss InGreatShape

Low Carb spielt sich tatsächlich in den Bereichen von ca. 50 bis 150 g Kohlenhydraten am Tag ab. Athleten mit viel Muskelmasse brauchen sogar noch ein wenig mehr. Die genauere Erklärung warum das so ist, folgt weiter unten im Artikel – bei den 4 Punkten!

Nachdem wir Low Carb grob definiert haben, können wir mit meiner Erklärung starten!

Nichts wird im Internet, beim Kaffeekränzchen oder im Fitnessstudio so zu Tode diskutiert, wie die Ernährung bzw. die unzähligen Möglichkeiten. Mich langweilen diese Konversationen mittlerweile ohne Ende – im besten Fall – denn noch öfter ärgere ich mich sogar über den Stumpfsinn mancher Aussagen.

du musst in der Früh essen wie ein Kaiser, zu Mittag wie ein König und am Abend wie ein Bettler“
„mach einfach FDH (friss die Hälfte)“
„nur das Kaloriendefizit zählt“
„iss einfach nach was dir gelüstet – der Körper weiß schon was er braucht“
„streiche das Fett raus“
Bla bla bla…. alles Scheiße – ganz einfach!

Jeder hat eine Meinung, aber nur die wenigsten haben Ahnung. Und beim Essen wird’s schnell emotional!

Am liebsten sind mir die Möchtegern gegen den Strom Schwimmer – ganz besonders die 20 jährigen Fitnessprinzessinnen mit ihrem High-Carb-Wahn. Da wird ganz selbstsicher und stolz über Instagram empfohlen mehr zu essen – vor allem die ach so leckeren Kohlenhydrate. Das mag bei einzelnen Individuen tatsächlich Sinn machen – für die meisten ist es jedoch ein gefährlicher Rat. Unsere Gesellschaft ist nun mal nicht zu schlank – NEIN – wir sind eher alle zu fett (bzw. neigen wir durch das Überangebot dazu).

Aber auch sie erkennen früher oder später, dass sie sich auf die falsche Einbahnstraße begeben haben. Musste diese Tage echt lachen, als ich sah dass einige dieser Ladies es geschafft haben, sich mit ihren eigenen Tipps fett zu fressen (jedenfalls für ihren Anspruch als „Fitnessvorbilder“).

Keine Ernährungsform ist so praktikabel wie Low Carb!

Im Fitnesssport gibt es auch praktisch keine Alternative – wer einen tollen Body haben möchte, kommt um Low Carb nicht herum.

Warum das so ist, fragst du dich?

Weil sich die Gleichung mathematisch gesehen nur so ausgeht!

Erstens:
Um abzunehmen brauchst du ein Kaloriendefizit. Du musst weniger Kalorien konsumieren, als dein Körper am Tag braucht. Damit hat er auch einen Grund, auf die gespeicherten Energiequellen (Fettreserven) zuzugreifen. Das ist also schon der erste limitierende Faktor – du kannst nicht von allen 3 Makronährstoffen (EW, KH und Fett) beliebig viel konsumieren.

Zweitens:
Um Muskeln aufzubauen oder diese auch nur zu erhalten, braucht dein Körper ausreichend viele Proteine. Proteine sind die Ziegelsteine deiner Muskeln – ohne dieses Material geht nichts (oder nicht viel). Da wir bei einer Diät mit vollem Einsatz dafür kämpfen, unsere Muskeln wenigstens zu erhalten, achten wir genau auf eine gute Proteinversorgung.
Im Schnitt brauchen wir 1,5 – 2,5g Protein pro kg Körpergewicht. In der Diät orientieren wir uns eher an der oberen Grenze.
Hier haben wir also den zweiten festgeschriebenen Faktor – die 4 kcal pro Gramm Protein!

Andreas Heiss

Andreas Heiss

Drittens:
Wer meint, das Fett weit zu reduzieren oder gar ganz darauf verzichten zu können – rennt auch mit lachendem Gesicht auf eine Stahlwand zu. Reine Low Fat Diäten ziehen immer den Kürzeren.
Wir brauchen die guten Fette für zahlreiche Körperfunktionen (Vitaminaufnahme, Stoffwechselaktivitäten, Hautbild, usw.). Ein guter Wert liegt bei 0,5 bis 1,0 g pro kg Körpergewicht.
Da Fett ca. 9 kcal pro Gramm die Tagesbilanz belastet, haben wir hier den dritten einschränkenden Faktor.

Viertens:
Nach den Kalorien, den Proteinen und dem Fett, bleiben nur noch die Kohlenhydrate, die uns als Variable dienen. Die Tagesbilanz an Kalorien ist fest definiert, genauso wie die Kalorien der Proteine und dem Fett – jetzt kannst du also nur noch mit den Kohlenhydraten spielen. Wenn du dir also die übriggebliebenen Kalorien für die Kohlenhydrate ausrechnest, kommst du bei einer Diät zum Abnehmen unweigerlich auf eine relativ niedrige Anzahl (Low Carb eben).

Beim Nachvollziehen dieser 4 Punkte, verstehst du auch gut, warum Low Carb der Standard im Fitnesssport ist.

Weiters könnten wir noch diskutieren, wie schädlich manche Kohlenhydrate bzw. überzogene Mengen davon für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sein können.

Ja – sehr viele Kohlenhydrate (Süßigkeiten, Brot, Gebäck, usw.) schmecken einfach großartig. Auch ist High Carb sehr einfach umzusetzen bzw. fällt man sehr leicht in diese Gewohnheit zurück, da wir permanent und fast überall die Angebote nutzen können (Imbisse, Fast-Food, Automaten, Fertigspeisen,…). Zu gebrauchen sind solche Lebensmittel für unseren Lifestyle jedoch nicht!

Neben der unbestrittenen Effektivität dieser Diät-Form, ist ein weiterer nicht unwichtiger Vorteil die leichte Umsetzbarkeit im Alltag.
Denn im Gegensatz zur ketogenen Diät (praktisch null Kohlenhydrate), bleibt bei Low Carb immer ein gewisser Spielraum.

Beispiele:
Um das Essensvolumen zu erhöhen (Sättigungsgefühl), kann eine große Menge an Gemüse und Salaten gegessen werden. Ich persönlich liebe meine großen Gemüseteller!
Sollte man an einem Tag einmal über die Stränge geschlagen haben, kann man am nächsten Tag wieder kompensieren – ohne große Rückschritte gemacht zu haben.
Auch die Vielfalt der Lebensmittel ist groß – wer ein wenig kreativ ist, kann auch in einer strengen Diät immer gut und relativ große Mengen essen.

Auch der Diätverlauf ist einfach zu steuern. Man beginnt mit eher vielen Kohlenhydraten und reduziert diese Schrittweise falls Stagnationen eintreten. Proteine und Fette bleiben dabei immer gleich.

Ich habe über die Jahre so gut wie alle im Sport bekannten Diät-Formen ausprobiert. Die einzigen Formen, die langfristig funktioniert haben, waren der Low Carb Ansatz und die ketogene Diät. Wobei ich immer Low Carb aus den oben beschriebenen Vorteilen den Vorzug geben würde.

Hier sehen Sie Andreas Heiss

Die Reduktion der Kohlenhydrate hat sich über die Jahre als Fitnessstandard etabliert. Es ist auch kein Trend, wie so oft geschrieben wird – Low Carb gab es schon immer!
Jeder Athlet oder jeder mit einem tollen definierten Body, macht eine Diät, bei der die Kohlenhydrate niedrig gehalten werden. Es wird schon Ausnahmen geben – die gibt es immer – aber für die meisten ist Low Carb die effektivste und gesündeste Option.

Die pseudo Experten, Fitnessprinzessinnen und übergewichtigen Wochenendernährungsberater können weiter in ihren Elfenbeintürmen über die „Kontroverse“ Low Carb diskutieren – ihr wisst nun aber Bescheid!

Achtung: bevor mir mein Text wieder um die Ohren gehauen wird, möchte ich noch festhalten, dass sich dieser Artikel auf das Abnehmen, Sixpack-Form-Erreichen und Gewicht halten bezieht. Wer schlank ist und signifikant Muskelmasse aufbauen will, der braucht natürlich eine „High Carb“ Ernährung. Denn ohne eine angemessen hohe Menge an Kalorien, kann der Körper die gesetzten Muskelreize im Training nicht in neue Muskelmasse umsetzen.

Andi

Muskeln aufbauen und Körperfett reduzieren – hier gibt es das kostenlose eBook!

 

Pin It

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.