Der Traum vom Sixpack – hast du überhaupt das Zeug dafür?

Andreas Heiss

Jeder kann seine Form dramatisch verbessern – aber nicht jeder ist für einen Sixpack geschaffen!

Das ist eine harte Aussage, welche nicht jedem gefallen wird. Es ist jedoch ein Fakt, dass aus verschiedenen Gründen, einige Menschen (oder sind es sogar viele?) es niemals schaffen werden, ein schön gemeißeltes Sixpack zu erreichen. Egal wie stark der Wunsch danach ist!

Würde ich hier Programme oder Produkte verkaufen, wäre es natürlich klüger, die Lüge aufrecht zu erhalten und weiter zu erzählen, dass es jeder schafft – mit Methode X oder Produkt Y. Denn mit den hoffnungsvollen und untalentierten Menschen ist es am einfachsten Geld zu machen. Zum Glück bin ich aber in der Position hier alles offen und frei Schnauze erzählen zu können – denn die Konsequenzen sind mir herzlich egal.

Darum bleibe ich dabei, dass aus zwei Hauptgründen viele Leute es niemals schaffen werden, ihre Bauchmuskeln auch nur ansatzweise zu sehen.

Grund 1: Deine scheiß Einstellung – du bist halt ein faules Schwein!

Uhiiii – das hört man natürlich nicht gerne – ist aber der häufigste Grund für das Scheitern. Jetzt ist „faules Schwein“ weder eine hundertprozentige akkurate Beschreibung, noch eine feine Ausdrucksweise – aber es ist jener Satz, den ich in diesen Zusammenhang am liebsten verwende. Schimpfwörter, Beleidigungen oder Kraftausdrücke sind einfach so schön einprägsam.

Andreas Heiss

Viele Menschen schaffen es nicht über einen längeren Zeitraum eine Diät zur Körperfettreduktion aufrecht zu erhalten. Das hat mit Disziplin und dem Erlernen neuer Gewohnheiten zu tun.

Krafttraining und Muskeln sind für den Sixpack sekundär. Bauchmuskeln hat jeder, der sich ein wenig bewegt. Das Schwierige ist, den Köperfettanteil so weit zu senken, dass die Muskeln unter der Fettschicht sichtbar werden. Das klappt nur mit einer vernünftigen Diät (Ernährungsumstellung).

Ohne langfristige Diät – kein Sixpack!

Außer man ist vielleicht Jugendlicher und/oder genetisch so gesegnet, dass der KFA pauschal niedrig ist – auch bei semi-optimaler Ernährung. Ausnahmen gibt es immer – 99% von uns werden aber ohne Diät nicht weit kommen!

Der alles entscheidende Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche und spaßige Diät, ist nicht der Ernährungsplan an sich, sondern die richtige Einstellung dazu. Nur mit der richtigen Einstellung, wird man seine Diät über einen langen Zeitraum durchziehen.

Und an der richtigen Einstellung mangelt es sehr, sehr, sehr,… häufig!

Ich turne jetzt schon seit fast 25 Jahren durch die Fitnesswelt und habe dabei viele Menschen beraten, die ihre Ernährung verbessern wollten. Einige nahmen meine Ratschläge an und ein paar setzten sie auch gut um. Diese Leute hatten dann auch Erfolg – egal ob Muskelaufbau oder Fettreduktion!

Mit sehr vielen Mitmenschen hatte und habe ich aber immer noch schlechte Erfahrungen gemacht bzw. wurden meine Erklärungen ignoriert. Oft wurde auch nach Abkürzungen gesucht, die es nicht gibt oder ich musste nur herhalten, damit sich mein Gegenüber mal so richtig ausjammern konnte.

Ich kann doch nicht jeden Tag das gleiche essen!“
„Das sieht doch aus wie Katzenfutter!“
„Das ist für mich kein Genuss mehr!“
„Wenn ich Hunger habe, dreh ich durch!“
„Ich kann einfach nicht auf mein Nutellabrot verzichten!“
„Will haben… will nicht verzichten… kann nicht… mag nicht… und überhaupt…“

Bla Bla Bla!

Wenn solche Sätze kommen, weiß ich schon Bescheid. Sieger reden nämlich ganz anders. Wer nicht bereit ist, das zu tun, was notwendig ist, wird es auch nie bekommen.

Andreas Heiss

Es gibt eben diesen Schlag an Leuten. Egal welcher Ernährungsplan, egal welche Zielsetzung, egal welcher Zuspruch, egal welche innere Neuprogrammierung,… bei manchen ist die Komfortzone immer der Gewinner. Man kann schon große Wünsche und Träume haben, wenn die Trägheit größer ist als alles andere, wird halt nie was daraus! Hoffnungslos!

Falls du ein hoffnungslos faules Schwein bist, dann ist das auch irgendwie OK. Niemand braucht einen Sixpack, um glücklich zu sein. Mach halt jene Dinge, die dir besser liegen. Nur geh halt anderen mit deiner Faulheit nicht auf die Nerven.

Vor allem als Mann ist es nur peinlich sich ständig über das Essen zu beklagen! Ein ganz klein wenig Härte von den Kerlen kann man auch in den weichgespülten „modernen“ Zeiten erwarten.

Um die Frage beantworten zu können, ob DU das Zeug für einen Sixpack hast, musst du dir ehrlich eingestehen, ob du in der Lage bist, dich zu disziplinieren und neue Gewohnheiten zu entwickeln. Du darfst nicht beim ersten Gegenwind umfallen, sondern musst gerade wenn es schwer wird, auf Kurs bleiben können.

Die Schlagwörter hier sind: DISZIPLIN, NEUE GEWOHNHEITEN und KONTINUITÄT!

Grund 2: Deine scheiß Genetik – dir wurde es nicht in die Wiege gelegt!

OK – diese Überschrift ist böse. Ich wollte auch nur primär das Wort „scheiß“ auf Grund der ersten einprägsamen Überschrift weiterverwenden. Denn es gibt eigentlich keine wirklich „scheiß“ Genetik. Es gibt Menschen mit besseren Grundlagen und Menschen mit schlechteren Grundlagen. Jeder kann sich aber innerhalb seines Potentials unglaublich verbessern.

Die Genetik darf nie als Ausrede zum Aufgeben verwendet werden. Das wäre nur billig und unter aller Würde. Vollgas geben kann man immer!

Ob es dabei allerdings zum gewünschten Sixpack reicht – ist nicht garantiert.

Ein Sixpack kann durch eine genetisch vorgegebene flache Bauchmuskelstruktur verhindert werden. Wenn du von Haus aus sehr flache Bauchmuskel hast, kannst du diese weder mit Millionen an Situps noch mit der härtesten Diät sichtbar machen.

Andreas Heiss

Das ist das gleiche, wie mit kurzen Bizeps-Ansätzen oder schlechten Waden. Die Muskelform ist bei jedem Menschen vorgegeben. Du kannst sie nur durch Training vergrößern und durch eine Diät besser sichtbar machen.
Gewisse Einschränkungen lassen sich aber nicht kompensieren.

Im Gegensatz zur Einstellung – lässt sich an der Genetik nichts ändern – die ist halt so. Deal with it! Zum Glück ist aber die richtig schlechte Genetik sehr viel weniger oft anzutreffen wie die „scheiß Einstellung“! Lass dich an dieser Stelle also keinesfalls entmutigen.

Du musst keineswegs Fitnessmodels kompromisslos hinterher eifern und Perfektionismus anstreben. Das ist pauschal nicht gesund. Auch wenn deine genetischen Voraussetzungen für einen Sixpack nicht optimal sind, wirst du bei vollem Einsatz immer noch einen beeindruckenden Körper aufbauen können.

Gehe aber ruhig einmal auf die Reise und versuche dich an einer vernünftigen Sixpack-Diät. Dann siehst du, ob du genetisch gesehen das Zeug für ein Sixpack hast.

Andi

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Andreas Heiss

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