So könnt ihr gute Trainer und Profis von gefährlichen Pseudoexperten unterscheiden!

Andreas Heiss

Nicht jeder der möchte, kann andere Menschen beraten oder jemanden coachen. Klar man kann relativ einfach und rasch sich eine Meinung bilden – aber jemanden das als Fakten zu verkaufen, ist fast schon verbrecherisch. Im günstigsten Fall hilft es niemanden weiter und im schlimmsten Fall richtet man damit nachhaltigen Schaden an.

Wer jemandem ein Coaching oder Training anbietet (egal ob kostenlos oder für viel Geld), der ist besser ein absoluter Profi oder er hält lieber die Fresse!

Nirgends auf der Welt gibt es so viele Pflaumen und Betrüger, wie in der Fitness- oder Ernährungsszene. Das liegt daran, dass die Einstiegshürde so unglaublich niedrig ist. Ein schneller Kurs, ein windiges Zertifikat und man kann sich schon Ernährungsberater schimpfen. Oder von mir aus eine Trainerlizenz – auch nicht schwer zu bekommen.

Daher kommt es nicht selten vor, dass man von Übergewichtigen Ernährungstipps bekommt und muskellose Männchen Trainingspläne erstellen!

Sich von untrainierten Menschen aber in Sachen Fitness beraten zu lassen, wäre das Gleiche sich von einen Obdachlosen Karrieretipps zu holen. Klingt das böse? Mag sein! Ein Schuss Realität schadet aber nie! Wer bedingungslosen Zuspruch und Streicheleinheiten sucht – ist hier sowieso an der falschen Adresse. Ich sag lieber was ich mir denke bzw. was ich weiß, denn nur so kann ich dir einen Mehrwert liefern.

Andreas Heiss

Daher gebe ich euch ein paar Anhaltspunkte, um die größten Idioten rasch enttarnen zu können!

Theorie ist schön und gut. Man braucht ein gewisses Basiswissen und Verständnis WIE unser Körper funktioniert. Es ist jedoch nur ein Teil des Kuchens. Der meiner Meinung nach wichtigere (und leider oft belächelte) Teil ist die Erfahrung. Man kann nur Leute etwas lehren, wenn man selber durchs Feuer gegangen ist.

Eine Diät (egal ob zur Zu- oder Abnahme) oder der Aufbau von Muskelmasse ist in der Praxis etwas ganz anderes, als am Papier. Man muss viele Dinge gefühlt haben, um sie jemand anderem gut vermitteln zu können.

Lesen kann heutzutage so gut wie jeder. Studien, Theorien oder Konzepte im Netz zu googeln ist eine Kleinigkeit – eine Fingerübung. Dafür braucht man keinen Experten. Die wirklich signifikanten Dinge rausfiltern, individuell anzupassen und flexibel auf Änderungen zu reagieren, ist eine ganz andere Liga. Dafür braucht es praxiserprobte Profis. Die angelesenen Milchbubis mit ein paar Monaten Trainingserfahrung können sich selber kaum helfen, geschweige denn jemand anderen. Erfahrung ist King!

Einen Anfänger kann man auch ganz leicht identifizieren indem man auf seine Wortwahl und Ausdrucksweise achtet. Pseudoexperten neigen dazu „absolut“ zu denken – schwarz oder weiß – ohne Grauzonen. Ihr System funktioniert zu 120% und ist das Beste der Welt – alles andere ist der allergrößte Schrott. Anfänger und Pfeifen verteidigen sich und ihre Ideen bis aufs Blut und lassen nichts anderes gelten.

Profis denken in Spannen – in Bereichen – in Zonen. Sie wissen, dass Idee A für Kunde B vielleicht nicht so gut funktioniert wie für Kunde A. Sie lassen Neues zu bzw. können es mit altbewährtem sinnvoll verknüpfen. Wenn Plan A vielleicht nicht den durchschlagenden Erfolg bringt, wird er Schritt für Schritt modifiziert.

Anja Egger

Pseudoexperten verwenden sehr oft das Wort „muss“! Du MUSST dies und jenes tun, sonst passiert gar nichts! Du MUSST diese Übung an Stelle, sonst,…!“ Du MUSST 7 Mahlzeiten am Tag, sonst,…!

Nach dem Motto „einen Scheiß MUSS ich“ – denkt der Profi auch hier in Spannen und nennt dir Optionen. Denn vieles funktioniert und viele Wege führen nach Rom. Der Profi findet Möglichkeiten und Wege, die für dich am Besten geeignet sind.

Pseudoexperten erzeugen Zwänge – Profis öffnen die Welt für dich!

Auch ein Punkt wo Skepsis angebracht ist, wenn dir jemand mit Argumenten kommt wie „Ich mach das so, darum…“. Pseudoexperten nehmen gerne an, dass jene Dinge die sie selber praktizieren das absolute Non-Plus-Ultra darstellen. Sie sind eher auf sich selber fokussiert, da sie die Eigenschaft nicht besitzen sich in andere hineinzudenken.

Leider gibt es auch viele Selbstdarsteller, die Gelegenheiten lieber nutzen sich schön zu präsentieren und die Hilfestellung nur zweitrangig ist.

Profis priorisieren immer das gegenüber – Ziel ist es zu helfen, einen Mehrwert zuliefern und sich nicht selber eine Bühne zur Selbstdarstellung geben.

Wenn jemand länger über sich selber redet als über DEIN Thema, dann hast du den Anfänger schon entlarvt.

Um den Mangel an Erfahrung zu kompensieren, ziehen Pseudoexperten gerne Studien heran um dich zu überzeugen. Beim Studienzitieren kommt man sich selber auch immer so schön schlau vor. Man schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. So kann man seiner selbstdarstellerischen Ader nachkommen und gleichzeitig „Wissen“ heucheln.
Studien sind wichtig und haben ihren Platz. Nur braucht es Profis, diese richtig zu interpretieren, um den maximalen Nutzen daraus zu ziehen.

Studien werden nämlich auch häufig von Pseudoexperten unter lächerlichen Bedingungen durchgeführt. Wenn dann Pseudoexperten andere Pseudoexperten zitieren, dann wird die Dummheit gleich um eine Zehnerpotenz gesteigert.

Andreas Heiss Fitness

Wenn jemand laufend Studien zitiert – dann such dir einen anderen „Berater“.

Checkliste – Anfänger und Pseudoexperten:
 – haben selber noch nichts geleistet (sind fett oder muskellos)
 – denken immer absolut (schwarz-weiß) – ohne feine Nuancen
 – neigen bei Diskussionen zu aggressiven Verhalten (Verteidigungsmechanismus)
 – haben keine Alternativen oder Variationen
 – verwenden häufig die Wörter „du MUSST
 – reden gerne und lange über sich selber (Selbstdarsteller)
 – argumentieren mit „Ich mach das so…“
 – zitieren oft und ausgiebig Studien (“laut Wissenschaft.… blablabla…)

Hoffe ich konnte dir ein paar Tipps geben, wie du die Guten von den Schlechten trennen kannst. Ein guter Coach ist jeden Cent wert, denn er kürzt den Weg für dich um ein Vielfaches ab. Lerne nur zu erkennen (und zu ignorieren), wenn jemand lauwarmes Gewäsch von sich gibt.

Andi

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