Warum eine gute Portion Aggression gut für dich ist!

Andreas Heiss

Aggression im Sport und im Leben!

Wir leben in einer weichgespülten Gesellschaft. Eine Gesellschaft ohne klare Visionen, ohne eindeutige Entscheidungen! Wer hat denn noch Mut und die Power seinen Standpunkt zu verteidigen?

Wir schließen faule Kompromisse aus Angst vor den Konsequenzen oder vor der Ablehnung anderer. Wir nehmen uns lieber zurück und ziehen feige den Schwanz ein, bevor wir auch nur daran denken eine Konfrontation, bei der wir uns behaupten sollen, einzugehen.

Kotzen dich die ganzen JEIN-Sager nicht auch an? Wer steht denn noch zu seinem Wort? Wer zieht noch klare Grenzen? Wer kämpft für seine Werte? Wer getraut sich gegen den Strom zu schwimmen – auch wenn er wirklich ganz alleine dasteht? Wer lebt denn glücklich, ohne die ach so lebensnotwendige Bestätigung von Dritten?

Ist denn wirklich so schwer eine eindeutige Entscheidung zu treffen? JA oder NEIN! …und nicht „vielleicht“, „mal schauen“, „…aber“,…

Ich persönlich kenne viel mehr Waschlappen, als ich Fighter kenne! Die Anzahl jener deren Integrität (Integrität = ich stehe jederzeit zu meinen Werten) ich von Grund auf respektiere, ist besorgniserregend gering.

Klar – im Internet oder hinterm Lenkrad ist jeder ein Superheld. Nur wenn es einmal wirklich darauf ankommt, dann wird das Rückgrat plötzlich butterweich oder löst sich ganz in Luft auf. Das habe ich schon tausendfach live beobachten dürfen.

Ein Grund dafür ist mangelnde oder nicht vorhandene Aggression!

Ich spreche hier von der guten und lebensnotwendigen Aggression – nicht von der destruktiven Aggression. Verwechsle im Folgenden bitte nicht die positive Aggression mit Gewalt oder Kontrollverlust. Unnötige Gewalt (alles außer Selbstverteidigung) lehne ich kategorisch ab und Kontrollverlust ist nur peinlich – wer nicht gerade ein Baby ist, sollte sich und seine Emotionen schon im Griff haben.

Wir brauchen ein gewisses Maß an Aggression um:
 – gute sportliche Leistungen zu erbringen
 – Konflikte bewältigen zu können
 – schwierige Aufgaben und Herausforderungen zu meistern

Ein gesundes Maß an Aggression:
 – macht uns wacher, fokussierter und präsenter
 – erzeugt Spannung (im Geist und Körper) um Hochleistungen zu erbringen
 – erzeugt „Kampfbereitschaft“

Wenn Aggression etwas Gutes ist, warum haben wir dann so wenig davon? Ganz einfach – weil es uns kollektiv aberzogen wird (vor allem den Männern).

Jeder möchte einen zahmen, braven und angepassten Mann – ohne jegliches Aggressionspotential. So werden wir erzogen. Nicht nur in der Kindheit, nein unser gesamtes Leben durch die Gesellschaft. Denn Aggression ist ja etwas furchtbar Schlimmes! Zeigt ein Junge (oder auch Mann) leichte Anzeichen von Aggression wird er bestraft, umerzogen und angepasst!

Das Resultat ist dann etwas, das im Endeffekt niemand haben will (und schon gar nicht die Frauenwelt) –> schwache und handlungsunfähige Weicheier!

Der stets lächelnde, zuvorkommende und mitfühlende Mann mag auf dem Papier funktionieren oder von mir aus der Schwiegermutter gefallen – gebrauchen kann eine Frau so etwas nicht.

Weichgespülte Konsumenten sind nämlich für die Herausforderungen des Lebens nicht gewappnet – und niemand findet das attraktiv oder erstrebenswert.

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Es ist besser mal einen Streit eskalieren zu lassen, anstatt ständig den Schwanz einzuziehen. Nur so bekommt man Respekt – wenn man seinen Standpunkt verteidigt.

Ein Kerl braucht Kämpfe und Konflikte – um stolz auf sich zu sein – um zu wachsen – um glücklich zu sein!
Die Verbannung von Gefahr und Aggression ist keine Lösung! Besser ist es, den richtigen Umgang damit zu lernen!

Ein paar Tipps zum Abschluss:
 – klare Grenzen festlegen und gegenüber anderen verteidigen
 – immer die Spannung halten (Körper und Geist – wach und präsent)
 – nicht jammern, nicht klagen
 – der Angst entgegentreten – und auch unangenehme Dinge erledigen
 – eindeutige Entscheidungen treffen – Ja oder Nein – kein vielleicht

Wir haben schon genug Feiglinge – arbeite lieber daran ein Fighter zu sein!

Andi

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