Kalorien zählen alleine bringt nichts – Kalorien sind nicht gleich Kalorien!

Andreas Heiss

Um Abzunehmen oder deinen Körper im Sinne von Bodybuilding/Fitness zu definieren, musst du in der Regel abnehmen. Im Grunde machst du nichts anderes, als deinen Körperfettanteil mittels einer gezielten Diät bis zum gewünschten Ergebnis zu senken.
Dabei ist es fast egal, ob du nur deinen „Schwimmreifen“ reduzieren willst oder einen gemeißelten Sixpack ausarbeitest. Das Prinzip ist in beiden Fällen das Gleiche – nur das Niveau bzw. die Toleranz für Fehler ist unterschiedlich.

Muskeln aufbauen oder Körperfett abbauen, gehört zu den einfachsten Dingen auf diesem Planeten. Leider haben wir es wieder einmal geschafft die Dinge so kompliziert zu gestalten, uns so zu verdrehen, dass die meisten Menschen nicht mehr durchblicken und verwirrt sind. Mit klar denkenden Menschen verdient man kein Geld, daher wird immer alles daran gesetzt die Leute schön „dumm“ zu halten, damit sie brav weiter den ganzen Schrott kaufen (Programm, Coaching, teure Abnehm- oder Aufbaushakes, Wunderpillen,….). Konsum über allem.

Das nur wieder einmal zur Erinnerung.

Neben den ganzen Erbsenzählern, gibt es aber auch das andere Extrem. Nämlich jene „Experten“ die meinen, dass ein Kaloriendefizit alleine ausreicht, um einen tollen Körper aufzubauen. Nach der Prämisse, dass es egal ist, was du zu dir nimmst, solange du ein Kaloriendefizit erreichst. Mit einem Defizit ist alles im grünen Bereich. Darunter fallen auch Volksweisheiten wie FDH (Friss die Hälfte).

Andreas Heiss

Etwas weiter Fortgeschritten, aber immer noch leicht auf dem Holzweg, ist die „If It Fits Your Makros“ (IIFYM) Fraktion. Hier werden noch Proteine, Kohlenhydrate und Fette unterschieden. Aber wiederum gilt, solange du in den geplanten Bereichen bleibst (Beispiel 200g Protein, 120g Kohlenhydrate und 80g Fett), ist alles paletti.

Für beide Ansätze (nur Kalorien zählen oder IIFYM) spielen die Nahrungsmittel nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ob du nun Spaghetti, Pizza, Schokolade, Brote, usw. in deine Diät einbaust, ist sekundär.
Das heilige und alleinige Ziel ist das KALORIENDEFIZIT.

Wie bei jedem Konzept oder jeder Idee, gibt es Leute die IHREN Standpunkt mit religiösem Eifer verteidigen.
ES ZÄHLT NUR DAS DEFIZIT!!!“
ISS EINFACH 500 KALORIEN WENIGER!!!“
KALORIEN SIND KALORIENSO EINFACH IST DAS
Blablabla…

Ich muss dabei immer schmunzeln, wenn diese mit Halbwissen geimpften Leute im Netz einen auf Experten machen und jeden Anfänger ihre Weisheiten lautstark um die Ohren pfeffern. Aber das Internet ist ja pauschal ein Kindergarten bzw. ein Treffpunkt wo der Einäugige der König unter den Blinden ist.

Und auch wenn das Kaloriendefizit beim Abnehmen ein wichtiger Faktor ist, ja – wahrscheinlich sogar der Wichtigste, ist es nur EIN Faktor. Ein weiterer entscheidender Punkt ist nämlich die Lebensmittelauswahl.

Die Lebensmittelauswahl ist für mich genauso so wichtig wie das Kaloriendefizit und für eine erfolgreiche Diät untrennbar damit verbunden.

Hier sehen Sie Nahrungsmittel

Leitsatz:
Erfolgreiche Diät = Kaloriendefizit mit naturbelassenen Lebensmitteln

Du wirst doch nicht ernsthaft glauben, dass du einen schönen und gesunden Körper aufbauen wirst, indem du ihn mit Industriefutter, Zucker, Mehl und anderen Giftstoffen befeuerst.

Bei aller Liebe – aber wenn du wirklich denkst, dass Kalorien gleich Kalorien sind – dann stimmt da etwas nicht.

Es macht einen großen Unterschied aus, ob du naturbelassene Lebensmittel (Fisch, Geflügel, Obst, Gemüse, Reis, Kartoffeln,…) isst oder den modernen Gesellschaftsmüll.

Alleine die direkte Manipulation des Hormonhaushaltes lässt sich direkt nach der Nahrungsaufnahme erfühlen. Jeder kennt zum Beispiel den Müdigkeitsanfall, nach einer ausgiebigen Mahlzeit mit viel „schnellen“ Kohlenhydraten oder Zucker (Blutzuckerspiegel schießt nach oben – unmittelbar). Neben dem schlechten Körpergefühl, hindert die körpereigene Insulinausschüttung anschließend den Fettabbau.

Neben dieser Tatsache, kommt noch dazu, dass die bei einer Diät erlaubte tägliche Kalorienanzahl, mit schlechtem Essen viel schneller erreicht ist. Oder anders gesehen – es ist viel schwerer innerhalb dieser Grenzen zu bleiben, wenn man seine Lebensmittel nicht vernünftig auswählt.

Oder hast du schon einmal jemanden getroffen, der sich mit Fisch, Tofu, Gemüse, Reis, usw. fett gefressen hat?

Ich wette stark dagegen! Das geht nämlich fast gar nicht – und wenn – dann nur unter krankhaftem Zwang.

Daher ist der erste Schritt bei einer Diät, die Lebensmittelauswahl weise zu wählen und die Wasserzufuhr zu erhöhen. Die Kalorien einzuschränken kommt erst später, wenn sich dein Körper mit der neuen Ernährung „eingespielt“ hat und die ersten Kilos gefallen sind.

Wobei Kalorienzählen von Haus aus eine Illusion ist. Wir lieben es ja im deutschsprachigen Raum alles bis auf die fünfte Nachkommastelle auszurechnen. Sicherheit durch Bestätigung von Zahlen. Nur der Körper funktioniert nicht so bzw. lässt sich nicht ausrechnen. Weder die Kalorienangaben auf den Lebensmittelpackungen, den Tabellen oder Apps stimmen, noch verläuft der Stoffwechsel über den Tag linear. Jeder Mensch nimmt die Nahrung auch anders auf. Du kannst also immer nur relativ zu deinen Essgewohnheiten vergleichen – aber nie absolut.

Das ganze Rumgerechne ist lächerliche Pseudowissenschaft. Gut um eine Gefühl für die Nahrungsmengen zu bekommen – aber niemals eine Pauschalanleitung.

Hier sehen sie Anja Egger Seitheben

Mach dich also mit dem Kalorienzählen nicht verrückt – das ist die Sache nicht ansatzweise wert. Und wenn jemand behauptet, dass Kalorien immer gleich Kalorien sind, dann bitte die Ratschläge dieser Person ignorieren.

Die Praxis zeigt uns nicht umsonst, dass in der Fitnesswelt die Erfolgreichen immer noch an klassischen Diäten (bzw. den bekannten Lebensmitteln) festhalten und keine kruden Konzepte verfolgen.

Die Vorteile einer guten Lebensmittelauswahl liegen auf der Hand:
 – konstantere Blutzuckerspiegel
 – optimale Verwertung (Stoffwechsel)
 – weniger Hungergefühl bzw. weniger Heißhunger
 – es können größere Mengen gegessen werden
 – das Defizit ist leichter einzuhalten
 – weniger psychischer Druck (Zahlenzwang)

Ich hoffe dieser Gedanke hilft dir bei deiner nächsten Diät bzw. Ernährungsumstellung. Freunde dich mit Gemüse, Obst, Reis, Kartoffeln, Mandeln, Olivenöl und mageren Proteinquellen an – und du wirst fast automatisch deinem Wunschkörper einen großen Schritt näher kommen.

Andi

Unsere Anleitung zur perfekten Sixpack-Form – der Sixpack Guide!

Andreas Heiss

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