Gute Laune trotz schwieriger Zeiten – 3 Strategien um glücklich zu bleiben!

Andreas Heiss

Das Leben ist nicht immer ein Ponyhof! Eine durchaus weise Erkenntnis, wirst du dir denken… Aber es ist eben ein universelles Konzept, dass unser Leben nicht linear verläuft. Alles ist in Bewegung, alles unterliegt einer stetigen Veränderung, Dinge kommen und gehen, was heute noch gut ist, kann morgen schon die Hölle sein.

Ich will aber nicht weiter dramatisieren. Mein Statement ist schlicht und einfach jenes: Wir gehen durch Täler und über Gipfel – immer wieder.

Wenn wir oben sind, ist es leicht das Glas als halb voll zu bezeichnen, es ist einfach großzügig und freundlich zu sein – und es ist einfach optimistisch, produktiv und energiegeladen zu sein.

Aber wie ist es, wenn wir durch das Tal müssen? Wie verhalten – oder besser – fühlen wir uns, wenn uns das Tief für Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre nicht loslässt?

Nur wenn du am Boden liegst, erkennst du ob du ein Champ oder Verlierer bist. Erfolg managen ist einfach, jedoch sich selber immer wieder hochzuziehen, erfordert ein anderes Kaliber an Charakter.

Bevor ich über die 3 Glücks-Konzepte spreche, möchte ich noch festhalten, dass es keine Schande ist, unten zu sein. Es ist keine Schande, traurig, frustriert, unglücklich oder verlassen zu sein. Jeder hat schwache Momente oder muss durch schwierige Zeiten. Niemand ist in dieser Situation alleine oder einzigartig. Auch die schönsten, stärksten, reichsten, smartesten Menschen haben Tiefs.

Unten zu sein ist also nichts Schlimmes oder Ungewöhnliches. Nur sich selber, durch die Verharrung in einer Opferrolle oder konstantes jammern, in der Abwärtsspirale halten, … tja, … das könnte man als Schande bezeichnen.
Als Menschen, die ihr Leben im griff haben und aktiv gestalten wollen, liegt es in unserer Verantwortung für unser Glück selber zu sorgen. Vor allem in schwierigen Zeiten.

Glückskonzept #1: Stell dir die richtigen Fragen!

Über das Thema „Selftalk“ habe ich schon oft geschrieben. Zur Erinnerung: Unser innerer Monolog lenkt unsere Gedanken. Und unsere Gedanken formen unsere Realität. Es liegt also wirklich in unserer Hand, ob wir uns selber nieder machen – oder uns nach oben ziehen – rein über unsere Gedanken.

Neben dem Konzept der Affirmationen, gefällt mir der Ansatz der „qualitativ hochwertigen“ Fragen sehr gut. Der Ansatz ist auch sehr simpel.

Wenn dir etwas Schlimmes passiert oder du eine harte Zeit hast, dann stell dir folgende oder ähnliche Fragen:

Was kann ich jetzt daraus lernen?
Was kann ich das nächste Mal besser machen?
Hat mich das jetzt ein Stückchen härter, besser oder smarter gemacht?

Oder stell dir diese Fragen, wenn sich dein Tief mit keinem Ereignis in Verbindung bringen lässt:
Auf was bin ich stolz?
Durch welche schwierigen Situationen bin ich bereits gegangen?
Wo habe ich richtigen Mut gezeigt?

Mit dieser Einstellung kannst du nur gewinnen:
„Meine aktuelle Situation ist nicht schön, aber sie ist nur vorübergehend so wie sie ist. Ich habe jederzeit die Möglichkeit glücklich zu sein, denn nur meine Gedanken geben der Situation die Bedeutung, die ich fühle. Ich nehme die Situation als das was sie ist und versuche daraus zu lernen und stärker zu werden. Wenn ich nicht aufgebe, erreiche ich den nächsten Gipfel – das ist garantiert.“

Glückskonzept #2: Vergiss die großen Ziele – konzentriere dich auf den Prozess!

Ziele sind super, wichtig und gut! Keine Frage! Ziele sind aber nicht für alles ein Allheilmittel und können manchmal sogar schaden. Wenn wir uns Ziele setzen (vor allem größere, die in weiter Ferne liegen), dann gehen wir indirekt davon aus, dass wir erst glücklich sein werden, wenn jene erreicht werden. Wir erzeugen einen hausgemachten Mangel durch die Diskrepanz zwischen dem Ist-Zustand – und dem weit entfernten Soll-Zustand.

Setze dir ruhig Ziele – aber nutze sie nur als grobe Orientierung – als Wegweiser. Vermeide aber eine zu starke Verhaftung oder Identifikation – das erzeugt nur den besprochenen Mangel und macht dich unterschwellig unglücklich.

Konzentriere dich stattdessen auf den Prozess deiner Weiterentwicklung. Versuche jeden Tag ein klitzekleines Stückchen besser zu werden. Jeden Tag etwas dazulernen, etwas vertiefen, etwas üben, … Egal was es ist, solange es dir dient, dich als Person wertvoller zu machen, ist es gut.

Es sind nicht die großen Ereignisse die uns zum Ziel bringen – es sind immer die tausenden an Mini-Schritten, die den Erfolg ausmachen.

Lese Büche die dich weiter bringen, mach deine Sportübungen, führe Gespräche mit interessanten Menschen, verbessere deine Ernährung,… Jeden Tag – mit Miniaktivitäten dem Ziel näherkommen. Lege den Fokus auf diesen Prozess – und nicht auf das Ziel. Das Ziel kommt dann automatisch, wenn du dem Prozess folgst.

Diese Miniaktivitäten führen unweigerlich zu Minifortschritte. Und das ist hier das „Glücksgeheimnis“! Denn solange wir Fortschritte wahrnehmen, dient das auch direkt unserem Verständnis für die Glücksgefühle. Oder einfach gesagt – wer Fortschritte mach, ist glücklich!

Glückskonzept #3: Sei dankbar – für das was du gerade bist und das was du hast!

Dieser Ansatz ist so simpel, dass er wahrscheinlich auf jeden dritten Zettel in Glückskeksen steht. Man hört es ja auch dauernd. „Sei dankbar“, „Gib etwas zurück“, „Schau was du alles hast“, usw.
Aber es stimmt verdammt nochmal!

Ich kann das gar nicht stark genug betonen wie wichtig es ist, ehrlich und von Grund auf dankbar zu sein. Wer dankbar ist – ist auch gleichzeitig glücklich – das geht gar nicht anders.

Und in unserer Gesellschaft dankbar zu sein, ist wirklich nicht schwierig. Jeder, wirklich jeder findet Dinge in seinen Leben, für die er dankbar sein kann.

Mach es dir zur Gewohnheit, gleich in der Früh dankbar für 2 bis 3 Dinge in deinen Leben zu sein bzw. dir darüber bewusst zu werden. Du wirst erkennen, dass sich deine Laune sofort aufhellt!

Für was du dankbar sein kannst?
Für fließendes Wasser, unendlicher Strom an Lebensmittel, ein warmes Zimmer, deine Ausbildung, deine Arbeit, dein monatliches Gehalt, deine Eltern, die Möglichkeit Sport zu machen, die Möglichkeit deine Meinung frei zu vertreten, aus vielen Optionen wählen zu dürfen, am leben zu sein, usw.

Es müssen nicht immer die großen Dinge sein. Sei auch dankbar für die Dinge, die in unserer westlichen Welt selbstverständlich geworden sind.
Das hilft dir auch wieder einmal deine Perspektive zu kalibrieren. Denn wie oft blasen wir Kleinigkeiten auf Elefantengröße auf? Die meisten Dinge die uns ärgern, frustrieren oder traurig machen, sind es in Wirklichkeit nicht einmal wert – nur durch unsere Gedanken geben wir ihnen viel zu viel Bedeutung. Und durch die Dankbarkeit, kannst du diesen negativen Gedankenstrom unterbrechen und in einen positiven umwandeln.

Andi

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2 Kommentare

  1. Hi Andi,
    Seit einiger Zeit lese ich nun fleissig mit und habe auch einige deiner Tipps erfolgreich umgesetzt und beherzigt. Deine Lebenseinstellung und Denkweise finde ich sehr authentisch und gleicht sich in vielen Aspekten sogar mit meinen.
    Auch dieser Artikel trifft genau mein Geschmack und Lebenseinstellung, wobei ich dir jedoch beim Thema Dankbarkeit gerne meine Sichtweise erläutern möchte… wohlgemerkt, dies ist meine persönliche Meinung. 😉

    Ich betrachte Dankbarkeit als die Basis, von der aus Wertschätzung wächst und gedeiht… denn viel zu oft sind wir für etwas dankbar ohne es aber wirklich zu schätzen.

    Die subtile Verschiebung von Dankbarkeit zu Wertschätzung beinhaltet “präsenter sein” – bewusst und aktiv über die Gründe nachzudenken, aus denen wir dankbar über etwas (oder jemand) sind. Durch präsentem Bewusstsein, entsteht in uns das Gefühl der Wertschätzung.

    Bspw. können wir dankbar sein, dass wir Essen auf den Tisch haben. Wir könnten jedoch ein Gedanke weitergehen und die Schönheit, den Duft, den Geschmack, die Nährwerte und die Zubereitung schätzen. Die Gefühle die dann in uns erwachen, sind jenseits von Dankbarkeit, da wir bewusst den Wert erkennen, den diese Lebensmittel zu unserem Wohlstand beitragen.
    Im Prinzip ist eine Definition des Wortes “Wertschätzung”:
    „Erkennen der Qualität, des Wertes, der Bedeutung oder der Grösse von Menschen und Dinge.”

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass Dankbarkeit eher das Ende eines Kampfes oder einer Anstrengung voraussetzt – während Wertschätzung, ganz einfach dieses Etwas oder diesen Jemand unvoreingenommen schätzt, weil es/er/sie in unserem Leben “existiert”.

    Ich finde die neue Richtung deiner Beiträge sehr anregend und inspirierend. Freue mich schon auf deinen nächsten Artikel… Weiter so! 💪😁👍
    Ganz liebe Grüsse, Miri 🧜‍♀️

    • Hi Miri,

      vielen Dank für das tolle Feedback – freut mich sehr!
      Und auch vielen Dank, dass du deine Sichtweise hier teilst. Es kann durchaus sein, dass das Wort “Dankbarkeit”, so wie ich es verwendet habe, per Definition, es nicht so auf den Punkt bringt wie “Wertschätzung”. Das trifft auf viele Worte zu, die wir verwenden und die eigentliche Bedeutung leicht biegen. Ähnlich ist es wenn wir “Selbstbewusst” sagen, und eigentlich “Selbstwert” meinen.

      Aber nochmal ganz vielen Dank für deinen Input.

      Andi

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