Meine vegane Ernährungsumstellung – Testlauf 2020

Andreas Heiss

Seit ca. 3 Wochen stelle ich meine Ernährung Schritt für Schritt auf rein pflanzenbasiert (vegan) um.

Ich hatte immer noch ein paar Eier auf Vorrat, die ich nicht wegschmeißen wollte (ich hasse Ressourcenverschwendung) und mein Whey-Pulver brauche ich auch noch auf. Fleisch, Fisch und Milch ist aber seit Tag 1 meines Experimentes komplett raus.

Bisher hab ich mich immer auf die klassische Bodybuildingernährung gestützt, die für mich auch fantastisch funktionierte. Geflügel, Fisch, Eier, Reis, Gemüse, Obst, Nüsse und Öl.
Milch hab ich schon immer weggelassen, da ich nichts konsumieren wollte, was meine Diät negativ beeinflusst (außer besagten Whey-Pulver). Milch ist der Teufel – jedenfalls wenn man eine tolle Form erreichen möchte.
Das Protein kam also fast ausschließlich aus tierischen Quellen.

Nun will ich aber nie wieder Billigfleisch oder Billigfisch aus dem Supermarkt konsumieren. Mir gehen die Bilder der Massentierhaltung und der Fleischverarbeitungsstraßen nicht mehr aus dem Kopf. Ich will nicht, dass Lebewesen wegen meines exzessiven Lifestyles leiden müssen. Und ich will meinem Körper nicht Lebensmittel zuführen, die schädliche Stoffe enthalten.

Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob ich ein Leben lang „Veganer“ bleibe – aber ich weiß zu 100%, dass ich die sadistische Tierhaltung durch meine Supermarkteinkäufe nie wieder unterstützen werde.

Im Hinterkopf hatte ich schon länger das Verlangen, meinen Fisch- und Fleischkonsum zu reduzieren. Ich wusste, dass mir Thunfisch aus der Dose und das verpackte Fleisch langfristig nicht gut tut. Aber alte Gewohnheiten bleiben solange bestehen, bis es einen triftigen Grund für Veränderung gibt.

Und mein Grund in diesem Falle war das „Erwachen“ nach einer Dokumentation, die versuchte sowohl das Tierleid als auch die potentiell negativen Auswirkungen von tierischen Produkten auf unseren Körper aufzuzeigen.
Meine Partnerin war genauso berührt vom gezeigten Material, dass wir nach einer Diskussion gemeinsam beschlossen haben, der veganen Ernährungsform eine Chance zu geben.

Wir haben uns anschließend Fachliteratur und vegane Kochbücher besorgt, um uns das nötige Wissen anzueignen. Auch waren die ersten veganen Gerichte geschmacklich super gut. Viel besser als ich anfänglich dachte.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es dem Planeten gut tun würde, wenn wir alle sparsamer oder bewusster mit den Ressourcen umgehen würden. Es ist auch ein Fakt, dass Tierhaltung zur Versorgung unseres täglichen Bedarfes, ein Vielfaches an wertvollen Ressourcen (Wasser, Grünflächen, Getreide…) benötigt als eine pflanzliche Alternative.
Ich bin auch der festen Überzeugung, dass unsportliche Menschen überhaupt kein tierisches Protein benötigen. Warum auch? Wer den Körper nicht entwickelt, braucht auch kein Baumaterial.

Was ich aber nicht weiß und nun versuche rauszufinden, ist, wie sich die vegane Ernährung auf meine sportlichen Ziele auswirkt.

Ich will vegan:
• in optische Topform kommen (Sixpackform)
• im Herbst einen Halbmarathon laufen
• mich wohlfühlen

Ich habe auch die Berichte über vegane Sportler gesehen, die angeblich ohne tierische Proteine stärker, schneller und von mir aus schöner geworden sind. Ich habe auch schon Studien und Erfahrungsberichte über die grandiosen Vorteile von pflanzlicher Ernährung gelesen.

Das ist alles schön und gut… nur ist mir das erstmal egal!

Ich bin schon zu lange am Start, um auch nur einer Studie zu glauben. Es gibt nichts „Neutrales“ oder „Wissenschaftliches“ auf dem Sektor der sportgerechten Ernährung. Jedenfalls nicht so, wie wir es uns wünschen würden. Hinter allem stecken Interessen, Geld, Manipulation oder einfach nur Fehlinterpretationen bzw. Blödheit.

Ich glaube nichts, bevor ich es nicht selber erfahren habe! So handhabe ich es mit allem!

Daher läuft jetzt der vegane Testlauf. Ich kann euch hier noch nichts erzählen, außer, dass wir uns nach den ersten 2 – 3 Wochen großartig fühlen, das Essen schmeckt und wir weder Krafteinbrüche haben noch beim Laufen zurückstecken müssen.

Wir haben jetzt aber auch noch nicht den pflanzlichen Proteinanteil optimiert – hier sehen wir noch Potential. Denn das ist eigentlich auch meine einzige langfristige Sorge. Schaffe ich die alten Proteinlieferanten (Fisch, Fleisch und Eier) durch pflanzliche Alternativen (Bohnen, Linsen, Nüsse…) so zu ersetzen, dass ich keinen großen Nachteil beim Muskelaufbau/Muskelerhalt feststelle?

Beim Lauftraining erwarte ich ohnehin keine Einschränkung, da hier die Kohlenhydrate viel wichtiger sind. Ich kann mir hier sogar Vorteile gegenüber der alten Ernährung vorstellen, da die pflanzliche Ernährung per se einen höheren Kohlenhydratanteil enthält.

Zum Glück liebe ich Reis, Gemüse und Obst – daher ist die Umstellung vom Geschmack her überhaupt kein Thema. Da Essen für mich aber schon immer mehr funktional war als geschmackgetrieben, komme ich sehr gut damit klar.

Sollte das Experiment starke Nachteile ans Tageslicht bringen, lasse ich mir die Option offen, Protein aus Eiern und Whey zu ergänzen.
…Und falls ich doch irgendwann einmal den unbändigen Drang verspüre ein Stück Fleisch zu mir nehmen zu müssen, dann nur in regionaler Bio-Qualität. Mal sehen, ob es jemals dazu kommt – jetzt geht es jedenfalls einmal hochmotiviert vegan weiter!

Schaut ruhig regelmäßig hier auf dem Blog vorbei – ich halte euch auf dem Laufenden. In wenigen Monaten wissen wir, ob die vegane Ernährung uns zu Tode richtet, uns zu neuen Höchstleistungen beflügelt oder irgendwas dazwischen.
Ich werde den Verlauf mit Bildern und Daten (vom Lauftraining) dokumentieren und für euch aufbereiten.

Andreas

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Ein Kommentar

  1. Mich als vegane Sportlerin freut es wahnsinnig das ihr es jetzt auch mal vegan versucht 🙂
    Werde eurem
    Weg auf jedenfall intressiert folgen.
    Bin gespannt was ihr berichten werdet. Liebe Grüsse

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